„Wurzelzwerge“ ab Herbst unter neuer Leitung

+
Stabübergabe im Wald: Britta Podworny (l.) gibt die Leitung der „Wurzelzwerge“-Gruppe nach neun Jahren an Tatjana Renfordt ab.

Nachrodt-Wiblingwerde - Nach neun Jahren hat Britta Podworny die Leitung der Waldspielgruppe „Wurzelzwerge“ abgegeben. Ab dem 5. September wird Tatjana Renfordt den VHS-Kursus leiten, der Kinder im Alter von zwei bis drei Jahren und ihre Eltern an das Thema Waldpädagogik heranführt.

Hätte ihre Tochter nicht gequengelt, wäre Britta Podworny wohl nie auf die Idee gekommen, die „Wurzelzwerge“ ins Leben zu rufen. „Die war damals noch zu klein für den Kindergarten. Da habe ich mit ihr und ein paar anderen Kindern diese Spielgruppe nahe des Waldkindergartens gegründet.

Das Konzept bewährte sich so gut, dass vier Jahre später die Volkshochschule Lennetal darauf aufmerksam wurde und die ausgebildete Erzieherin Britta Podworny als Dozentin aufnahm. Seither hat sie – mit einer kurzen Unterbrechung – in jedem Jahr jeweils einen Frühjahrs- und einen Herbstkursus gestaltet.

Der Tag im Wald beginnt immer mit einem gemeinsamen Frühstück. Dann ermuntert die Kursleiterin die Kinder und ihre Eltern zu einer Freispielphase, in der alles, was der Wald hergibt, zum Klettern, Toben, Bauen und Basteln verwendet werden kann. Britta Podworny musste nie viel Spielzeug einpacken, um die Familien zu beschäftigen. „Die Kinder entdecken sehr schnell, wie sie sich mit dem Wald beschäftigen können. Nach acht Einheiten sind sie schon ganz selbstständig und brauchen Mama und Papa gar nicht mehr bei jeder Aktivität“, erklärt sie. Nach einem pädagogisch angeleiteten Angebot sitzen am Schluss alle im Kreis, wo gesungen wird oder Geschichten erzählt werden.

Tatjana Renfordt wird diesen Ablauf beibehalten, wenn sie ab September die Wurzelzwerge übernimmt. Die gebürtige Altenaerin ist Erzieherin und wohnt heute in Lasbeck. Durch ihre eigene Teilnahme am Kursus gelangte sie an die „Wurzelzwerge“ und ließ sich von der Idee schnell begeistern.

Britta Podworny wird dem Waldkindergarten auf Dauer nicht untreu: Sie hat in dieser Woche eine befristete Erzieherinnen-Stelle im Nachrodter Awo-Kindergarten angenommen und beginnt im Sommer eine berufsbegleitende Ausbildung zur Heilerzieherin. Ab dem nächsten Jahr will sie wieder beruflich im Waldkindergarten einsteigen. Dort hatte ihre Laufbahn noch vor der Gründung der Wurzelzwerge einst begonnen. <Die Nähe des „Wurzelzwerge“-Kurses zum Waldkindergarten Wiblingwerde hat oft übrigens dazu geführt, dass die Familien dem Konzept treu bleiben und ihre Kinder dort anmelden. - Ina Hornemann

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare