Bäume werden gesichtet

Der Weihnachtsbaum bleibt preisstabil

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Heinz Ulrich Tacke sichtet jetzt die Bäume. ▪

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Wenn man durch die Supermärkte geht, könnte man meinen, dass es bis Weihnachten nicht mehr lang hin sei. Denn die ersten Dominosteine und Lebkuchenherzen liegen bereits in den Regalen. Auch auf dem Tannenhof Tacke beginnt langsam, aber sicher die Vorbereitung auf das Fest. Heinz Ulrich Tacke ist jedenfalls in diesen Tagen fast täglich in den Beständen unterwegs.

Der Betrieb am Hallenscheid ist bekannt für die Lieferung erstklassiger Weihnachtsbäume. Das kommt allerdings nicht von ungefähr. Denn die Bäume sind im wahrsten Sinne des Wortes „handverlesen“. Diese unglaublich aufwendige Methode, die es erfordert, wirklich jeden Baum zu sichten, wurde vor vielen Jahren schon von Karl-Heinz Tacker eingeführt. Sohn Heinz Ulrich macht es ihm nach.

Die ausgesuchten Bäume werden demnächst markiert, um sie auch aus größerer Entfernung leicht ausfindig zu machen. Dabei steht die Farbe Rot für große, lila für mittlere und gelb für kleine Bäume.

All Diese Exemplare werden im Advent nicht einfach „in Reihe“ gefällt. Das ist, allein schon aus Zeitgründen, der allgemein übliche Weg. Tackes hingegen fällen nur die markierten Bäume und ziehen sie dann mit Muskelkraft in eine Schneise, wo sie in Netze verpackt und auf den Anhänger eines Traktors geladen werden. Man wolle, so Tacke zur Begründung für diese aufwändige „Ernte“, eben keine Massenware verkaufen. „Lieber ein paar Bäume weniger. Denn die Qualität zählt, nicht die Quantität.“

Von einem bis zu fünf Metern reicht die Angebotspalette. Und wenn es etwas größer sein soll, kein Problem. Der Weihnachtsbaum, der im vergangenen Jahr den Kreisel am Markaner in Altena zierte, stammte vom Tannenhof und maß knappe sieben Meter.

Es gibt trotz sorgfältiger Pflege auch bei Tackes Bäume, die nicht in den Verkauf kommen, weil sie den Qualitätskriterien nicht entsprechen. Manchmal können wenigstens die Zweige noch verwendet werden, zu Dekorationszwecken. Mancher Baum landet aber auch komplett im Osterfeuer.

Am Tannenhof und einigen anderen Standorten in den Städten rund um Nachrodt erfolgt dann im Dezember der Verkauf. Im Angebot sind vor allem Nordmann- und Edeltannen. Diese Bäume sind für den Innenbereich bestens geeignet. „Wenn man einen Weihnachtsbaum im Außenbereich aufstellen will, sollte man sich allerdings für eine Rotfichte entscheiden“, rät Tacke. Die sei im klassischen Sinne ebenfalls ein „Tannenbaum“, aber doch wesentlich robuster. „Der kann Kälte ganz locker ab“, sagt der Waldbauer.

Zum Schluss eine gute Nachricht für die Verbraucher: Die Preise bleiben stabil. „Unsere Bäume kosten genau das Gleiche wie im letzten Jahr, versprach Tacke.“

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