Sämann, Müller und Bäcker im Gottesdienst gewürdigt

Die Gottesdienstbesucher beschritten den Weg des Brotes: Dazu wurde auch Korn in der Scheune ausgesät. Foto: Hornemann

Nachrodt-Wiblingwerde - Für Familie Tacke hat Erntedank stets einen hohen Stellenwert: Dass ihre Saat gut angeht, ist für die Landwirtefamilie existenziell. Deshalb heißen Tackes die Gläubigen aus allen Kirchengemeinden gern bei sich auf dem Hof willkommen, um mit ihnen den Dank-Gottesdienst zu feiern.

Freitag waren es nicht die Tannen, für die Familie Tacke berühmt ist, sondern das Brot, das im Mittelpunkt des ökumenischen Gottesdienstes in der Scheune stand. Pastor Hermann-Josef Lösing und Pfarrer Wolfgang Kube fingen bei der kleinsten Einheit an: Dem Korn, das auf dem Feld ausgesät wird. Gewürdigt wurden auch der Mähdrescherfahrer, der Müller und der Bäcker, die allesamt dafür sorgen, dass das tägliche Brot auf dem Tisch steht. Die Kinder wurden aufgerufen, die Arbeitsschritte zur Brotherstellung in der Scheune nachzustellen: Sie säten, nutzten einen Spielzeug-Drescher, mahlten Mehl mit dem Mörser und kneteten sogar Teig zwischen den liebevoll arrangierten Erntegaben.

Nicht vergessen werden sollten jene Menschen auf der Welt, denen nicht mal eine Schnitte Brot am Tag vergönnt ist. Wolfgang Kube und Josef Lösing schlossen sie in ihre Fürbitten ein. Die Gemeinde betete für umsichtige Politiker, die sich für gerechte Ressourcenverteilung und Umweltschutz einsetzen. Organist Frank Schulte begleitete die Kirchenlieder an der Orgel. Das von ihm angeleitete Bläserensemble spielte Unterhaltsames und musste sogar eine Zugabe drauflegen. Bei herrlichem Wetter verweilten viele noch auf ein Grillwürstchen. - von Ina Hornemann

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