Eine "harte Prozentzahl" für die Straßen gefordert

Obernahmerland: Das letzte Fleckchen Nachrodt-Wiblingwerde wird saniert

Nachrodt-Wiblingwerde -  Ade Holperwege: Die Kommunalpolitiker legen ihr Augenmerk immer mehr auf die Straßen. Einstimmig empfiehlt der Bauausschuss dem Rat, den Straßenbau-Etat 2018 von 250000 auf 300000 Euro anzuheben.

„Im Grunde sind wir mit dem Haushalt, was Bau und Planung angeht, einverstanden. Allerdings möchten wir für die Erneuerung von Straßen und Plätzen 300000 Euro“, so Peter Herbel für die Christdemokraten. Und Matthias Lohmann (SPD) geht noch weiter und fragt: „Wie viel Geld muss ich eigentlich in mein Eigentum stecken, damit mein Eigentum an Wert behält? Wie viel Prozent des Wertes unseres Straßensystems müssten wir eigentlich in unsere Straßen reinvestieren, damit die Straßen ihren Wert behalten?“

 Lohmann unterstützt zwar mit seiner Partei die geforderten 300000 Euro, möchte aber eine „harte Prozentzahl“ für die kommenden Jahre.

 Wichtig sei auch, so meinte Christian Pohlmann, dass das Geld dann auch ausgegeben werde. Aktuell klappt das augenscheinlich gut. Die letzte Maßnahme aus dem Straßenbauprogramm 2017 ist die Straße Obernahmerland. Dort wird eine Fläche von 2900 Quadratmetern erneuert. Kosten insgesamt: 80000 Euro. Auf dem alten Asphalt aufgespritzte Bitumenemulsion sorgt dafür, dass sich der alte Asphalt mit dem neuen verbindet.

 Somit wird dort ein anderes Verfahren eingesetzt als „In der Hardt“ als teuerste Maßnahme in diesem Jahr. Zwar ging es dort „nur“ um 2200 Quadratmeter, aber es wurde die Asphaltdeckschicht abgefräst und dann erneuert. Zudem wurden teilweise auch die Bordsteine und Gehwege erneuert. An einer Stelle wurde zudem eine Winkelstützmauer ersetzt, sodass „In der Hardt“ insgesamt 120000 Euro „verschlang“. Ein Mangel, der bei den Bauarbeiten dort passierte, kann übrigens nicht beseitigt werden: In der Hardt/Ecke Bachstraße bildet sich bei starkem Regen eine Pfütze.

Übrigens: Eine Idee, wo die 50000 Euro, die noch bis zum Wunschansatz von 300000 Euro für 2018 fehlen, herkommen sollen, gibt es auch. Für den Abbruch der Hagener Straße sind 80000 Euro eingeplant. Die echten Kosten belaufen sich auf 57000 Euro, wovon die Gemeinde 20000 Euro aufwenden muss und der Rest von der Versicherung nach dem Brand übernommen wird.

 Auch um den Erhalt einer Liegenschaft geht es bei der Grundschule Wiblingwerde. Die Kellersanierung ist im Haushalt 2018 aber noch nicht vorgesehen. „Bei der Vorstellung des Schulentwicklungsplanes wurde uns die Sanierung der Schule ans Herz gelegt. Das müssen wir im Auge behalten“, so Matthias Lohmann (SPD) und stieß damit auf offene Ohren. 2018 sollen konkrete Zahlen ermittelt, 2019 das Geld für die Sanierung in den Haushalt eingestellt werden.

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