Straßenbauprogramm 2021: Politik stellt Weichen

Schlaglöcher und Huppelstrecken: Diese Straßen werden saniert

Freiherr-vom-Stein-Straße in Nachrodt: Die Stadtwerke Iserlohn planen, dort Versorgungsleitungen zu erneuern.
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Freiherr-vom-Stein-Straße in Nachrodt: Die Stadtwerke Iserlohn planen, dort Versorgungsleitungen zu erneuern.

Für Autofahrer, die über Huppelstraßen fahren und von einem Schlagloch ins andere schaukeln, spielt der Unterschied zwischen konsumtiven und investiven Maßnahmen keine Rolle. Doch genau eben diese sind ausschlaggebend für alle Projekte, die im Straßenbauprogramm 2021 für Nachrodt anstehen.

Nachrodt-Wiblingwerde – Konsumtiv heißt: Es wird „nur“ repariert. Die Straßen werden nicht komplett erneuert. Letzteres passiert bei investiven Vorhaben, für die in diesem Jahr 160 000 Euro zur Verfügung stehen. Für konsumtive Maßnahmen sind 240 000 Euro im Haushalt. Hinzu kommen 34 000 Euro Fördermittel aus dem Sonderprogramm „Erhaltungsinvestitionen Straßen“.

Firma hatte zu viel zu tun

Eigentlich hätten die Straßen „Im Stuckenhahn“, „Birkenweg“ und „Haste“ schon längst fertig sein müssen, denn die Aufträge wurden bereits 2020 erteilt. Doch die beauftragte Firma hatte augenscheinlich zu viel zu tun und wurde deshalb noch nicht tätig, so dass für diese drei Straßen eine Rückstellung aus dem Haushalt des vergangenen Jahres gebildet wurde. Wann es losgeht, ist noch nicht bekannt.

Im Planungs- und Bauausschuss werden am Montag, 15. März, die Straßen-Planungen für dieses Jahr besprochen. Es gibt einige Vorschläge von Bauamtsleiter Dirk Röding.

Verschleißschicht erneuern

Die Stadtwerke Iserlohn planen, Versorgungsleitungen in der Freiherr-Vom-Stein-Straße zu erneuern. „Es würde sich daher anbieten, eine gemeinsame Maßnahme mit den Stadtwerken durchzuführen und in diesem Jahr die Verschleißschicht der Straße zu erneuern“, so Dirk Röding. Kostenschätzung: 45 000 Euro.

Für die Berliner Straße und Von-Bodelschwingh-Straße wurde eine Förderung in Höhe von 34 000 Euro bewilligt. Der Eigenanteil für die Sanierung der Straßen und der Gehwege würde die Gemeinde 80 000 Euro kosten.

Schutznetz für Hang an der Ehrenmalstraße

Aus dem konsumtiven Haushaltsansatz müssen auch die Arbeiten für die Felsberäumung am Dümpel und an der Ehrenmalstraße beglichen werden. Die letzte Beräumung 2018 kostete 40 000 Euro. Was das Schutznetz für den Hang an der Ehrenmalstraße kosten wird und wie groß es sein muss, ist noch nicht bekannt.

Prioritätenliste angelegt

Gezielt nach dem größten Straßendilemma schauen und eine Prioritätenliste erstellen: Das war das Ziel einer Straßenbereisung, die auf Anregung der Politiker vor zwei Jahren stattgefunden hat. Viele Projekte der damaligen Begutachtung wurden auf den Weg gebracht und in Tabellenform mit „kurz-, mittel- oder langfristigen“ Beurteilungen versehen. Aus der Straßenbereisung ergibt sich nun aber keine kurzfristige Maßnahme im investiven Bereich mehr. Bauamtsleiter Dirk Röding schlägt deshalb vor, die Mittel für die Sanierung der Straße zum Hahn zu verwenden. Kosten: 60 000 Euro.

Wegekonzept

Übrigens: Die besagten Tabellen müssen jetzt erweitert werden, denn aufgrund des geänderten Kommunalabgabengesetz ist die Gemeinde nun verpflichtet, ein Straßen- und Wegekonzept zu erstellen.

Dafür bietet die Kommunal-Agentur NRW ihre Unterstützung an und schlägt vor, zunächst einen Workshop zu veranstalten, an dem sowohl politische Vertreter als auch Verwaltungsmitarbeiter teilnehmen können. 5087,25 Euro soll dies kosten – ob die Nachrodt-Wiblingwerder Politiker dies möchten, wird sicher ein Diskussionspunkt während der Sitzung des Bauausschusses sein.

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