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Strahlende Siedlung: Langenstück leuchtet bunt

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Von: Jona Wiechowski

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Die Siedlung Langenstück in Nachrodt leuchtete in bunten Farben.
Die Siedlung Langenstück in Nachrodt leuchtete in bunten Farben. © Jona Wiechowski

Hunderte Besucher kamen in die Siedlung Langenstück nach Nachrodt. Dort wurde erst kräftig gefeiert, dann leuchteten die Häsuer in allen Farben.

Nachrodt-Wiblingwerde – War das schön: Viele Lichter haben die Siedlung am Langenstück am Sonntagabend farbenfroh erstrahlen lassen. Es war ein gelungener Abschluss für den Tag des offenen Denkmals, der hunderte Gäste anlockte.
Das Backsteinhaus gleich am Anfang der Siedlung war komplett in Blau getaucht. „Ich finde die Lichtaktion super“, sagte Gabriele Möbus, die seit 52 Jahren in dem Haus wohnt. „Daumen hoch.“

Wie so viele andere schaute sie sich die bunt beleuchteten Häuser in ihrer Nachbarschaft gerne an. Gegen eine Wiederholung hätte sie nichts, dann vielleicht im Winter und in Verbindung mit einem kleinen Weihnachtsmarkt. „So etwas Tolles muss man bestaunen“, meinte auch ihr Nachbar Bernd Möller, der mit seiner Frau Eija am Lichterschauspiel entlang ging.

„Noch nie so viel Leben in der Siedlung“

Marco Nowak hatte die Häuser In Szene gesetzt. Der Hagener Lichtkünstler, der im Winter auch die Burg Altena farbig anstrahlte, platzierte gut 60 LED-Lampen an 13 Gebäuden. „Einige haben Farbwünsche geäußert, andere wollten einfach, dass es schön aussieht“, sagte er bei den Aufbauarbeiten. Bis 23.30 Uhr konnten die Installationen bestaunt werden.

„So viel Leben war noch nie in der Siedlung“, sagte Aykut Aggül, der seit 26 Jahren am Langenstück wohnt. Der parteilose Ratsherr war Initiator des Lichterfests zum Tag des offenen Denkmals, das durch Leader-Mittel gefördert wurde. Besonders hat er sich darüber gefreut, dass viele Gäste im Dunkeln noch einmal wiederkamen, um die Siedlung mit bunten Lichtern zu sehen.

Begonnen hatte der Tag am frühen Nachmittag mit einem Fest auf dem Platz an der Niemöllerstraße. Hunderte Gäste besuchten die Siedlung über den Tag verteilt. „Vielleicht haben wir sogar die 1000er-Marke geknackt“, schätzte Aggül. Gekommen waren nicht nur Nachbarn, sondern auch Gäste bis aus Hagen, Bochum oder Dortmund, wie er an den Kennzeichen ablesen konnte.

20 Kilo Gehacktes verarbeitet

Auf dem Platz waren ein paar Stände aufgebaut. Die islamische Ditib-Gemeinde sorgte für Essen: Allein 20 Kilo Gehacktes brachten die Mitglieder unter die Leute. Der Erlös soll für die Flutfolgen an der Moschee verwendet werden. Die Nachbarschaftshilfe Nachrodt-Wiblingwerde verkaufte Getränke und Waffeln. Letztere waren komplett ausverkauft. Das Geld soll Opfern der Flutkatastrophe vom 14. Juli in der Doppelgemeinde zugutekommen und dafür auf das Spendenkonto der Gemeinde überwiesen werden.

Für die Unterhaltung der Kinder gab es ein Kasperle-Theater. Gut angekommen ist auch die große Hüpfburg von den Stadtwerken Iserlohn. Edeka Kantimm sponserte Ware und stellte die Bierzeltgarnituren zur Verfügung. Aggül hat am Sonntag zwei Führungen angeboten. Er zeigte insgesamt 50 Gästen die denkmalgeschützte Siedlung mit ihren 43 Objekten, die alle unterschiedlich sind und mit viel Holz und Naturstein gebaut wurden.

Neue Info-Tafeln zur Geschichte der Siedlung

Neu sind in der Nachbarschaft zwei Info-Tafeln, dieauch mit Leader-Fördergeld unterstützt wurden. Neben wissenswerten Informationen sind viele Bilder von damals und heute zu sehen. Als die Helfer am Sonntagabend die Buden abbauten, freuten sich die Kinder über die Ballons, die an den Buden gehangen hatten. Sie spielten damit in den Straßen.

Ob es so ein Fest nochmal gibt? Das könne sich Aggül gut vorstellen. „Alle wollen nochmal“, berichtete er von vielen Nachfragen. Für ihn sind die unzähligen Stunden, die er in die Planung gesteckt hatte, aufgegangen. „Es wurde mega angenommen.“

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