Stimmungsvoll und unterhaltsam

Charmanter Auftritt der Cool Tweetys.

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Wenn 100 Sängerinnen und Sänger, 400 Zuschauer und der CVJM-Posauenchor gemeinsam musizieren, dann kann man sich sicher sein: Es ist der erste Advent.

Am Sonntag luden die Chöre der Gemeinde in die Nachrodter Lennehalle zum Konzert „Musik im Advent“. Nahezu alle Chöre der Gemeinde beteiligten sich an dem Konzert. Der jüngste Sänger war gerade einmal vier Jahre alt, der älteste bereits über 80. Was die einzelnen Chöre auf der Bühne präsentierten konnte sich hören lassen. Von Weihnachts-Klassikern über Kinderlieder bis hin zu modernen christlichen Werken, gab es alles. Ein buntes vorweihnachtliches Potpourri sorgte für adventlich-festliche Stimmung.

Den Auftakt machte der MGV-Frohsinn. Stimmschulung und extra Proben machten sich bemerkbar, denn was der Chor auf der Bühne präsentierte, begeisterte das Publikum. Einen klanggewaltigen Auftakt boten die Männer mit „Hoch tut euch auf, ihr Tore der Welt“. Unter der Leitung von Heinrich Mainka liefen die Männer zur Höchstform auf und überzeugten auch mit den weiteren Titeln. „Maria durch den Dirnwald ging“, häufig eher von Sopranstimmen interpretiert, bekam durch die Männerstimmen gleich einen ganz anderen Charakter. Der aber nicht weniger lieblich und besinnlich war. Zum Abschluss des Frohsinn-Auftrittes gab es „Macht die Tore auf“. Kaum ein Lied, passt besser zum ersten Advent. Das sah auch Pastor Gerald Becker so, der das Konzert moderierte und besinnliche Töne anstimmte: „Advent ist die Zeit des Innehaltens, wir wollen uns an der Musik erfreuen, aber sie soll uns auch zum Nachdenken bringen. Denn Advent ist mehr als die Zeit des Geschenkekaufens und Glühweintrinkens.“

Nach dem MGV kam der Chor der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde. Der Chor war zum ersten Mal dabei und hatte im Nu die Herzen der Zuschauer erobert. Mit modernen christlichen Liedern von Hella und Klaus Heizmann, sowie von Manfred Staiger präsentierten sie einen jugendlichen, modernen Auftritt, die die Freude der Ankunft Jesu spüren ließ. Bei ihrem Abschlusslied „Macht die Tore auf“, war es auch um den letzten Zuschauer geschehen. Es wurde geklatscht und mitgewippt. Viele Zuschauer fragten sich nach diesem Auftritt sicherlich: „Wo haben die bisher gesteckt?“ Der Chor war eine echte Bereicherung für das Konzert.

Modern präsentierte sich auch der CVJM-Posaunenchor, der wie in jedem Jahr das Konzert eröffnete. Allerdings nicht wie gewohnt schwungvoll, sondern besinnlich. Was aber nicht heißen soll, dass der Posaunenchor seinen Schwung verloren hatte. Im Gegenteil. Ganz bewusst habe man das Konzert erhaben und besinnlich begonnen. Im Konzertverlauf kamen dann Stücke wie Winterwonderland und Feliz Navidad. Ganz automatisch begannen die Konzertbesucher mitzusingen oder zumindest zu summen.

MGV Wiblingwerde: Premiere mit Möllmann

Der MGV Wiblingwerde hatte ebenfalls Premiere, zwar waren die Männer bereits einige Male in Nachrodt aufgetreten, allerdings noch nie unter der Leitung von Alfia Möllmann. Sie präsentierten eher klassische Weihnachtslieder darunter, wie es sich für einen Männerchor gehört, „Es kommt ein Schiff geladen“. Das Werk ist wie geschaffen für Männerstimmen.

Nach dem die Herren die Bühne verlassen hatten, gab es wildes Durcheinander auf der Bühne, denn die hatten nun die „Cool Tweetys“ erobert. Der kleine Kinderchor aus Nachrodt hatte schnell die Herzen der Zuschauer erobert. Mit kindlichem Charme und frechen Texten überzeugten sie. Aus vollem Herzen sangen besonders die kleinsten und wenn auch nicht jeder Ton perfekt war, so waren sie doch die Stars der Herzen.

Ein wenig älter waren die Sängerinnen der Volkalgruppe-Smile. Was die Jugendlichen auf die Bühne brachten war durchaus beachtenswert. Auch sie präsentierten moderne Lieder. Die Texte regten zum Nachdenken an. „Jedes Kind braucht einen Engel“ und „Dezemberträume“ konnten sich hören lassen.

Nun folgte ein Programmhöhepunkt. Die Kinder und Jugendlichen und der MGV Wiblingwerde füllten gemeinsam die Bühne. Und präsentierten „Weihnachtszeit“. Das imposante Bild begeisterte das Publikum.

Als letzter Chor betrat der Gemischte Chor „Eintracht“ Veserde die Bühne. Auch dieser Chor ist aus den Programmheften in der Lennehalle nicht mehr wegzudenken. Mit vier, eher klassischen Stücken beendeten sie das Konzert. Doch zum Abschluss wurde natürlich noch einmal gemeinsam gesungen. Alle Akteure und Zuschauer sangen aus vollem Herzen „Tochter Zion“. Damit endete stimmungsvoll ein äußerst erfolgreiches Konzert. ▪ lm

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