Sternsingern sind Süßigkeiten nicht so wichtig

Am Tisch mit den Sternsinger-Gewändern herrschte am Samstag großes Gedränge. Foto: Sauser

NACHRODT-WIBLINGWERDE -   „Für die Kinder dieser Erde“ heißt das Lied, dass die Sternsinger bei ihrem Treffen am Samstag im Katholischen Vereinshaus einstudierten. Und für die Kinder dieser Erde opfern sie ein freies Wochenende und ziehen von Haus zu Haus, um für Flüchtlingskinder im südostafrikanischen Malawi zu sammeln.

Mehr als 30 Kinder in Nachrodt nehmen an der inzwischen 56. Sternsingeraktion teil. Gestartet wird das Dreikönigssingen, wie die katholische Tradition auch genannt wird, bereits am 30. Dezember im Kölner Dom. Von dort aus bringen die Heiligen Drei Könige ihre Botschaft auch zur Bundeskanzlerin, dem Bundespräsidenten und in das Europäische Parlament nach Brüssel.

Jonas, Luis und Tobias sind auch dabei. Sie sammeln zwar nicht bei den Politikern, aber sie werden wie etwa 30 andere Kinder aus der Doppelgemeinde am Samstag, 4. Januar, in Wiblingwerde und den umliegenden Dörfern sowie am Sonntag, 5. Januar, in Nachrodt unterwegs sein. „Wir wollen armen Kindern helfen“, lautet für die drei Freunde der Hauptbeweggrund, bei der Aktion mitzumachen. „Es gibt auch eine Belohnung für uns. Wir bekommen Süßigkeiten, aber das ist nicht so wichtig“, versichern sie. Wichtiger ist ihnen da schon, im Team unterwegs zu sein.

Auch Tom möchte gerne den Kindern in Afrika helfen. „Wenn viele mitmachen, ist es nicht so viel Arbeit, dann müssen wir nicht so viel laufen“, sagt er. Auch Luisa und Marina wissen, dass das gesammelte Geld für Flüchtlingskinder in Afrika gedacht ist. Und deshalb machen sie gerne mit bei den Sternsingern.

Es sind nicht ausschließlich Kinder und Betreuer aus katholischen Elternhäusern, die sich an der Aktion beteiligen und es werden auch nicht nur katholische Gemeindemitglieder besucht. Angehörige anderer Konfessionen, die den Sternsingern gerne eine Spende zukommen lassen möchten und noch nicht auf der Liste stehen, können sich unter der Rufnummer 0 23 52/3 00 65 an Pfarrer Hermann-Josef Lösing wenden, der die Adressen an die Sternsinger und ihre Betreuer weiter gibt. Je mehr Haushalte besucht werden, um so voller werden die Sammelbüchsen der Kinder und um so größer wird die Freude bei den Flüchtlingskindern in Malawi und anderen Ländern sein. J Silvia Sauser

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