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Sternsinger-Aktion: Mehr als 800 Tüten voller Segen

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Von: Susanne Fischer-Bolz

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Die Sternsinger auf dem Dorfplatz in Wiblingwerde.
Die Sternsinger gingen in diesem Jahr nicht persönlich von Haus zu Haus. © Wiechowski, Jona

Keine Kinder, kein persönlicher Segen: Die Sternsinger-Aktion lief 2022 mit Blick auf Corona in Nachrodt-Wiblingwerde anders. Die guten Wünsche kamen in Tüten - in mehr als 800.

Nachrodt-Wiblingwerde – „Es ist super gelaufen, ich bin sehr zufrieden und habe das Gefühl, dass es richtig gut angekommen ist“, sagt Tanja Hartwig und bedankt sich bei den vielen „Helferlein“ der Sternsinger-Aktion. Trotz aller Widrigkeiten wurden 828 Segenstüten in der Doppelgemeinde verteilt.

Zum zweiten Mal konnten die Kinder nicht als die Heiligen Drei Könige verkleidet und als Sternenträger von Haus zu Haus ziehen, um Spenden für Not leidende Kinder zu sammeln. Es gab weder ein großes Hallo bei der Kostümprobe, die normalerweise die Nachrodter Kinder so begeistert, noch ein Wochenende mit vielen Teams, die durch die Gemeinde ziehen. Stattdessen warfen 15 Erwachsene und Kinder in kleinen Gruppen die Segenstüten in die Briefkästen. „Viele Bürger haben sich schon vorher bedankt und konnten es kaum abwarten“, erzählt Tanja Hartwig.

Auch abgelegene Häuser erhalten Segen

So war eine Familie zum Beispiel in Veserde unterwegs, andere am Niggenhuser Hof oder in Opperhusen, Die Straßen wurden so eingeteilt, dass ein Spaziergang als Rundweg möglich war. Abgelegene Häuser hat Tanja Hartwig mit ihrem Mann angefahren.

In den Segenstüten waren natürlich auch die Aufkleber für die Haus- oder Wohnungstüren. „C+M+B+22“: Die Buchstaben stehen für die Bitte „Christus mansionem benedicat“, das heißt „Christus segne dieses Haus“. Daraus entwickelten sich die Namen der Heiligen Drei Könige hin: Caspar, Melchior und Balthasar. Die drei Kreuze bezeichnen den Segen: Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Die aktuelle 64. Aktion steht unter dem Motto „Gesund werden – gesund bleiben. Ein Kinderrecht weltweit“. Die Sternsinger werden dabei auf die Gesundheitsversorgung von Kindern in Afrika aufmerksam machen.

Spendenaktion bis 2. Februar 2022

Und so geht es auch um die Bitte zu spenden. 8612,22 Euro konnten die Sternsinger 2019 allein in der Doppelgemeinde sammeln, jetzt „wissen wir natürlich nicht, wie viele Spenden eingegangen sind oder noch eingehen. Manche haben eine Bargeldspende abgegeben, aber die meisten nutzen den Überweisungsträger. Die Aktion läuft bis zum 2. Februar. Ich hoffe, dass wir dann die Summe für die Pfarrei erfahren“, sagt Tanja Hartwig.

Auch, wenn die Aktion gut gelaufen und gut angenommen wurde, so hofft sie doch, im nächsten Jahr zur altbewährten Form zurückkehren zu können.

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