„Tolles Modell und Vorreiter“: Standesämter fusionieren

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Große Freude gibt es über die Gründung des Standesamtsbezirks „Untere Lenne“.

Nachrodt-Wiblingwerde - „Ich hoffe, dass es Schule macht. Es ist ein absolutes Vorreiterbeispiel, ein erfolgreiches, tolles Modell. Da sind Altena und Nachrodt-Wiblingwerde führend in NRW“, strahlte Kreisdirektorin Barbara Dienstel-Kümper im Rahmen der kleinen Feierstunde zur Gründung des Standesamtsbezirkes „Untere Lenne“.

Ernennungsurkunden gab es deshalb im Amtshaus für die bekannten und langjährigen Standesbeamten – auch für Barbara Dienstel-Kümper übrigens, selbst „Schmalspur-Standesbeamtin“, wie sie lachend sagt.

„Untere Lenne“ heißt der Standesamtsbezirk zum 1. Januar. Die Standesämter Altena und Nachrodt-Wiblingwerde werden aufgelöst und die Arbeit, die 2012 als interkommunale Zusammenarbeit begann, wird mit einer neuen Ära fortgeführt. Es gibt ein neues Siegel, eine neue Software – und die Freude ist allerseits groß. Standort ist das Amtshaus in Nachrodt-Wiblingwerde.

Ernannt wurden Frank Waßmuth, Klaus-Peter Trappe, Sandra Stübner-Koslowski, Erika Renfordt-Atar, Claudia Meulenberg, Sylke Kettendorf, Natascha Handschak, Barbara Dienstel-Kümper und – in Abwesenheit – auch Dr. Andreas Hollstein.

Einfacher wird durch den einheitlichen Standesamtsbezirks einiges: „Die Nachrodter möchten gern auf der Burg Altena heiraten, kommen zu mir, um die Eheschließung anzumelden. Ich schicke sie zu den Kollegen, die für Altena zuständig sind. Die Vorgänge werden ‘rübergereicht, es fallen extra Gebühren an. Jetzt kann einer alles machen, den gesamten Vorgang bearbeiten“, erklärt Natascha Handschak ein Beispiel. Auch die Vertretung untereinander wird einfacher, von den technischen Dingen, die bis jetzt mit zwei getrennte Verfahren auf dem System laufen, ganz zu schweigen. Nun also der große Coup.

„Als wir die Idee der Zusammenarbeit hatten, fehlten die rechtlichen Voraussetzungen. Es gibt kaum ein Rechtsgebiet, das so normiert ist wie das Personenstandsrecht. Dass der Winkel der Griffelhaltung des Standesbeamten nicht vorgegeben war, war alles“, witzelt Stefan Kemper, stellvertretender Leiter der Altenaer Stadtverwaltung, und stolz auf die gelungene Fusion.

Ein Blick in die Zukunft für alle Heiratswilligen: Für Altena gibt es Überlegungen, den Garten der Burg Holtzbrinck als weiteren romantischen Ort für eine Trauung anzubieten – in Nachrodt sind es die Lenneterrassen, die noch mehr Anziehungspunkt werden könnten. Ambientetrauungen werden immer beliebter. 104 Eheschließungen gab es 2017 in der Burgstadt, 57 in der Doppelgemeinde.

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