Standesämter und Sozialämter ziehen zusammen

Claudia Meulenberg (r.) packt Kisten für Umzug, Altena Bürgereister Dr. Andreas Hollstein und NachrodtWiblinwgerdes Bürgermeisterin Birgit Tupat schauen kurz vorbei. Die Zusammenlegung von Standesämtern und Sozialämtern steht kurz bevor.

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Interkommunale Zusammenarbeit, die Zweite: Nachdem die gemeinsame Sekundarschule auf den Weg gebracht worden ist, starten Nachrodt-Wiblingwerde und Altena am 1. Juli mit der Kooperation der Standesämter und der Sozialämter. Die letzten Weichen dafür werden in diesen Tagen gestellt.

Im Amtshaus der Doppelgemeinde ist unübersehbar, dass sich etwas ändert: Flure und Büros stehen voll mit neuen Schreibtischen oder Kisten voller Akten. Hier zieht das gemeinsame Standesamt im Erdgeschoss ein. Dort, wo bisher die ins erste Obergeschoss abgewanderte Gemeindekasse untergebracht war, werden demnächst Erika Renfordt-Atar und Claudia Meulenberg (Nachrodt-Wiblingwerde) sowie Anja Meisel und Ulrike Wunderlich (Altena) in zwei nebeneinander liegenden Büros Personenstandsangelegenheiten bearbeiten. Der entscheidende Vorteil dieser Zusammenarbeit auf engem Raum: Die Mitarbeiterinnen können sich in Zukunft gegenseitig vertreten. „Wegen Krankheit haben wir das in der vergangenen Woche schon einmal ausprobiert“, sagte Altenas Kämmerer Stefan Kemper am Mittwoch. Das Ergebnis: „Es hat gut funktioniert.“

Damit nun auch der Übergang in die interkommunale Zusammenarbeit der Standesämter reibungslos vonstatten gehen kann, ist das Altenaer Standesamt am Freitag, 29. Juni, geschlossen, das Standesamt der Doppelgemeinde unterhält am Montag und Dienstag, 2. und 3. Juli, jeweils nur einen Notdienst (9 bis 11 Uhr).

Während das gemeinsame Standesamt in Nachrodt-Wiblingwerde angesiedelt wird, werden Angelegenheiten des Asylbewerberleistungsgesetzes, der Rentenversicherung, der Sozialhilfe und Wohngeldfragen zukünftig im Altenaer Rathaus an der Lüdenscheider Straße behandelt. Gesprächstermine mit den Mitarbeiterinnen Silke Kettendorf, Gabriele Zeibig, Simone Niebuhr, Sandra Heutelbeck und Sandra Stübner können telefonisch zu jeder Zeit vereinbart werden. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, Anträge donnerstags im Amtshaus in Nachrodt-Wiblingwerde einzureichen oder sich dort dienstags nachmittags in Wohngeld- oder Rentenfragen beraten zu lassen. „Die eigentliche Bearbeitung der Fälle erfolgt aber immer in Altena“, betonte Altenas Fachbereichsleiter für Jugend und Soziales, Wolfgang Friess. So sei es in Zukunft auch normal, dass Nachrodt-Wiblingwerder Post von der Stadt Altena erhielten.

Geregelt ist diese Zusammenarbeit im Bereich Soziales durch eine so genannte Personalgestellung: Nachrodt-Wiblingwerde tritt mit Silke Kettendorf eine Mitarbeiterin an Altena ab, während die Altenaer Mitarbeiterinnen bei Bedarf auch für die Doppelgemeinde tätig werden. Abgerechnet werden die Leistungen zunächst pauschal. Friess: „Am Jahresende werden wir konkrete Zahlen haben, dann steigen wir im nächsten Jahr um auf eine konkrete Fallzahlenberechnung.“ ▪ Volker Griese

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