Veserde: Nicht alle wollen feiern

Die Einladung zum Fest steht.

Nachrodt-Wiblingwerde -  Nicht alles, was gut gemeint ist, kommt auch gut an. Bestes, aktuelles Beispiel: die Einladung der Stadtwerke Iserlohn für den 4. Oktober in Veserde.

„Wir wollen gern Dankeschön sagen. Die Kunden haben die Baustelle sehr lange ertragen. Jetzt können wir uns kennenlernen, gemeinsam ein Würstchen essen und einfach einen schönen Tag erleben“, sagt Jürgen Richters, Bereichsleiter Technischer Service bei den Stadtwerken. Gefeiert wird ab 16 Uhr auf dem Bolzplatz in Veserde. Doch nicht alle wollen gern kommen.

 „Gestern erreichte uns Ihre Einladung zur Feier am 4. Oktober. Herzlichen Dank dafür, war sicherlich gut gemeint. Allerdings möchte ich mir den Hinweis erlauben, dass sie Veserde höchstwahrscheinlich mit einem anderen Dorf verwechselt haben. Bei uns (zum Beispiel Deierter Weg, Hartmoll) ist weder ein Ende der Bauarbeiten in Sicht, noch das (im August 2017 beantragte) schnelle Internet. Aus Gesprächen weiß ich sicher, dass es zahlreichen Nachbarn ähnlich geht. Wir hätten wirklich sehr gerne mit Ihnen gefeiert, sehen aber im Moment keinen Anlass dazu“, schreibt Christian Hülle. Er wohnt am Deierter Weg.

 Das Problem: In Veserde sind die Stadtwerke (mit Gas) und Unitymedia (mit schnellem Internet) gemeinsam „unterwegs“. Während es bei den Standwerken nur noch eine Handvoll Hausanschlüsse gibt, die noch nicht fertig sind, hängt das Thema „schnelles Internet“ hinterher. Feiern möchten die Stadtwerke trotzdem: „Obwohl wir noch nicht ganz fertig sind, wollten wir mit dem Fest nicht bis Ende Oktober warten. Dann ist es vielleicht zu kalt, um draußen zu feiern“, sagt Jürgen Richters. Er geht davon aus, dass Mitarbeiter von Unitymedia auch mitfeiern wollen. Das werden sie aber nicht, wie das AK von Martin Jüdt, Bauleiter Construction bei Unitymedia, erfuhr.

Denn ganz zufrieden ist das Unternehmen im Moment mit den Arbeiten in Veserde nicht. Erst 50 der 88 geplanten Anschlüsse sind aktuell fertiggestellt. Und so soll der Bautrupp, der im Moment in Wiblingwerde mit dem Glasfaser-Ausbau tätig ist, jetzt am Hartmoll unterstützend tätig werden. Auch vom Tiefbauer Homann gibt es eine Nachricht: „Wir versuchen, so schnell wie möglich fertig zu werden“, sagt Petra Triches, kaufmännische Angestellte bei Homann. „Am Hartmoll konnten wir aufgrund der Arbeiten an den Hochspannungsleitungen nicht weitermachen.“ Und den Deierter Weg habe man zweimal aufreißen müssen, weil der Wasserverband sich überlegt habe, auch eine Hauptleitung legen zu wollen

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