Sportvereinigung feiert mit vielen Gästen den 100. Geburtstag

Über alle Höhen und Tiefen

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Die Lennehalle war mit mehr als 300 Gästen gut besucht.

Nachrodt-Wiblingwerde – Was für ein Höhepunkt der Festwoche. Die Sportvereinigung Nachrodt hat ihr 100-jähriges Bestehen nicht nur an einem Abend gefeiert, sondern eine Woche lang zelebriert. Es gipfelte in einer rauschenden Partynacht am Samstag. Erst die Traditionsmannschaft des BVB, dann offizieller Festakt und zum Abschluss wurde einfach nur gefeiert – ausgelassen, wild und gut gelaunt.

 Es war ein Abend von Sportlern für Sportler und für alle, die sonst noch feiern wollten. Die Lennehalle war bereits gegen 20 Uhr gut gefüllt. „Wir haben 320 Stühle aufgestellt. Und die sind auch besetzt. Viele sind auch noch draußen und einige stehen“, freute sich Mitorganisator Jan Schröder. Neben den Mitgliedern waren auch etliche Vertreter anderer Vereine gekommen. Eine langen Festakt mit endlosen Reden sollte es nicht geben. Lediglich drei Laudatoren waren angemeldet. Den Auftakt machte Peter Krummenerl, Vorsitzender der Sportvereinigung. Er dankte allen Helfern, Trainern und Sponsoren. „Es ist nicht eben selbstverständlich, einen Verein über 100 Jahre über alle Höhen und Tiefen hinweg erfolgreich in die Zukunft zu führen“, sagte Krummenerl. Gegründet wurde der Verein am 28. Juni 1919 von einigen Freunden des Fußballsports im Hotel Nachrodter Hof. Gespielt wurde damals noch auf einer Lennewiese. Krummenerl blickte auch auf die düsteren Zeiten der Vereinsgeschichte zurück. Etliche junge Spieler starben in der Zeit des Nationalsozialismus, das Vereinsleben kam zum erliegen. Das schien vor allem die jungen Mitglieder der Sportvereinigung wenig zu interessieren. Überhaupt zeigten sie recht wenig Respekt. Sie sangen während des Festakts lieber Schlager, Prosteten sich lautstark zu und unterhielten sich angeregt. Sie waren bereits im Partymodus und verhinderten so auch, dass die Gäste und Ehrengäste die Reden komplett verstehen konnten. Die ohnehin schon eher schlechte Akustik der Halle sorgte für den Rest. Michael Schlieck, stellvertretender Bürgermeister, zollte dem Verein in seinem Grußwort größten Respekt. Bei der Sportvereinigung werde Integration gelebt. Sie sei einfach selbstverständlich. Der Verein leiste damit wichtige gesellschaftliche Arbeit in der Gemeinde. Horst Reimann, Vorsitzender des Fußballkreises Iserlohn, überbrachte die Glückwünsche des Kreisverbandes und des DFB. Zudem hatte er eine Ehrennadel des Fußballkreises im Gepäck. Diese überreichte er Krummenerl für die langjährige Arbeit als Vorsitzender. Dem offiziellen Teil folgte direkt die Party. Schon nach wenigen Takten hatte die Siegener Band SAM die Sportler im Griff. Bis in die frühen Morgenstunden wurde gefeiert und getanzt.

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