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Sportstätten unter der Lupe: Vom Unkraut bis zu komplizierten Fenstern

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Von: Susanne Fischer-Bolz

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Die Fenster der Turnhalle sind nur kompliziert zu öffnen. Das soll sich ändern.
Die Fenster der Turnhalle sind nur kompliziert zu öffnen. Das soll sich ändern. © Fischer-Bolz, Susanne

„Ich wusste gar nicht, dass es so etwas noch gibt“, meinte Dirk Grote (UWG) schmunzelnd über das komplizierte Hantieren, das nötig ist, um die Fenster der Turnhalle am Holensiepen zu öffnen. „Oben muss man da irgendetwas einfädeln.“ Die Sportausschuss-Mitglieder schauten sich alle Sportstätten einmal genau an.

Nachrodt-Wiblingwerde – Ausprobiert und für schlecht befunden haben die Mitglieder des Sportausschusses um Anne Klatt eben jenes System in der Turnhalle, das nun gegen eine automatische Fensteröffnung ausgetauscht werden soll. Kosten: 17 000 Euro. Hiervon entfallen 14 000 Euro auf die automatische Fensteröffnung und etwa 3000 Euro auf die LED-Beleuchtung, die gleichzeitig erneuert werden soll. Haushaltsmittel sollen für nächstes Jahr zur Verfügung gestellt werden.

Nicht viel zu meckern

Richtig viel zu meckern gab es bei der Sportstättenbegehung der Kommunalpolitiker allerdings nicht, eher Kleinigkeiten wurden teilweise bei strömendem Regen in die „To-do-Liste“ aufgenommen. Die Kugelstoßanlage im Mestekämper-Stadion wurde zwar erneuert, „aber eine Fertigstellung sieht für mich anders aus“, so Jan Schröder (SPD). Flatterband und Schotter sind noch zu sehen, obwohl das Bauteam längst abgerückt ist. Nachdem für die Tribüne neue Sitzgelegenheiten geschaffen wurden – die alten waren total verwittert – wurde die Kugelstoßanlage erneuert. Vor Ort kümmerte sich Thomas Buschmann vom Bauhof um die Arbeiten. Die Mitglieder des Sportausschusses hatten sich eine Verbesserung der Situation am hinteren Ende des Stadions gewünscht, nachdem dort schon lange keine Kugel mehr gestoßen worden war. Das kann sich nun ändern. Nachdem die Erde abgetragen wurde, wurden ein Vlies und später Dolomitsand – eine wassergebundene Decke – aufgebracht, so dass der Stoßsektor wieder seine Funktion erfüllen kann.

Neues Schild für Sportplatz

Am Sportplatz Wiblingwerde müssen dringend das Unkraut gezupft und der Platz abgezogen werden. Zudem soll ein Schild „Sportplatz bitte nicht mit dem Fahrrad befahren“ aufgestellt werden. Das Licht in der Turnhalle Wiblingwerde mache Kummer, weil es mache, was es wolle. Manchmal sei es taghell in der Halle, auch wenn niemand da sei, manchmal springe das Licht zu spät an. Die Verwaltung will sich mit Gertraud Rüsch das technische Problem vor Ort anschauen.

Gibt es eine Förderung?

Das Flutlicht im Mestekämper-Stadion bleibt erst einmal so, wie es ist. LED-Lampen lohnten sich wirtschaftlich nicht, so die Verwaltung. Interessant ist die Frage, wie es mit der Sanierung der Umkleide der Turnhalle am Holensiepen weitergeht. „Wir müssen erst einmal die Entscheidung des Ministeriums abwarten“, sagt Bürgermeisterin Birgit Tupat. Ministerin Scharrenbach hatte zwar bereits Förderungen über die Städtebauförderung zugesagt, doch ein Bescheid liegt nicht vor. „Wenn wir kein Geld bekommen, müssen wir alles auf eigene Kappe nehmen. Dann müssen wir entscheiden, ob wir zwei oder vier Kabinen wollen und wie viel Geld wir in die Hand nehmen wollen.“ Birgit Tupat geht davon aus, dass die Entscheidung noch vor der Landtagswahl fallen wird. Doch mit oder ohne Förderung: Die Sportler benötigen Umkleidecontainer. Kauft man sie, kosten sie 63 000 Euro, mietet man sie, ist man bei 26 300 Euro. Kaufen würde sich erst lohnen, wenn die Container länger als 62 Monate genutzt werden würden.

Duschcontainer müssen her

Tatsächlich am meisten interessierte die Sportausschuss-Mitglieder aber die Frage nach Duschcontainern, die bis jetzt noch nicht in der Planung waren. „Es müssen ja nicht 20 Duschen sein, drei würden reichen“, so Jan Schröder. Wie es mit einem Wasseranschluss funktionieren kann, muss geklärt werden. „Ein Gartenschlauch reicht da nicht, da muss etwas Frostsicheres hin“, so Michael Schlieck (CDU).

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