"Das ist kaputt, das kann weg"

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Übungsleiterin Anja Bozniatzki – hier mit Bauamtsleiter Dirk Röding – listete den Mitgliedern des Sportausschusses auf, welche Sportgeräte dringend ausgetauscht werden müssen.

Nachrodt-Wiblingwerde -  „Probieren Sie es doch mal aus“, forderte Anja Bozniatzki, Fachübungsleiterin vom Geräteturnen beim TuS Nachrodt-Obstfeld, die Gäste in der Turnhalle Holensiepen auf. SPD-Ratsherr Aykut Aggül traute sich als einziger, auf das Mini-Trampolin zu steigen. „Das ist komplett kaputt. Das kann weg“, meinte die Übungsleiterin.

Für die Mitglieder des Sportausschusses war es fast ein Segen, aus erster Hand zu erfahren, was alles in der Turnhalle Holensiepen im Argen liegt. Und das ist augenscheinlich eine Menge. Manche Dinge bröseln auseinander. Wie die Uralt-Matten. „Viele sind 30 Jahre und älter. Darauf habe ich schon als Kind geturnt“, erzählte Anja Bozniatzki. Aber da zu wenig Matten da sind, sind sie im Gebrauch.

Aus der Not heraus hat die Übungsleiterin auch die Vorrichtung zum Einrollen der Bodenmatte provisorisch repariert. Das Holzteil ist total gesplittert. „Die Kleinen dürfen da gar nicht mehr dran“, so Anja Bozniatzki, die sich auch einen neuen Bezug für den Schwebebalken wünscht und ein vernünftiges Sprungbrett. Einige Bänke müssten zudem mal abgeschliffen werden.

 Kurzum: Nicht wenige Sportgeräte haben die besten Zeiten hinter sich, werden seit 40 Jahren von Generation zu Generation genutzt und getragen. „Wenn etwas angeschafft wird, muss anderes entsorgt werden“, findet Bauamtsleiter Dirk Röding. „Wir haben keinen Platz.“

Die Gemeinde ist zuständig für die Grundausstattung der Sporgeräte, die auch die Schüler nutzen – wie Kästen und Schwebebalken beispielsweise, die im Schulsport als auch im Verein genutzt werden. Bei Trendsportarten sind die Vereine bei der Anschaffung von Geräten am Zug.

Um jetzt im Detail die wichtigsten Probleme angehen zu können, sollen die Vorsitzenden der Vereine mit ins Boot geholt werden. Sicherheitsprobleme gibt es indes übrigens nicht. Einmal im Jahr werden alle Sportgeräte überprüft. Hans-Jürgen Hohage (UWG) schlug während der Sitzung des Sportausschusses schließlich vor, bei künftigen Sportstätten-Begehungen Vertreter der Vereine einzuladen. „Wir rätseln immer, was gemacht werden muss. Das kann sich ändern, wenn die Leute dabei sind, die sich wirklich auskennen.“

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