Sportausschuss

Neue Eingangstür gegen ein Mäuse-Krabbeln

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Für die SPD im Sportausschuss: Andreas Hirt (links) und Ronny Sachse.

Nachrodt-Wiblingwerde - Man muss schon ein ausgewiesener Fachmann sein, um die 378 Seiten des Haushaltssanierungsplanes der Gemeinde zu verstehen. Erklärungen fordern, wie es die Mitglieder des Sportausschusses taten. Und so wurden die Etatberatungen trotz trockener Materie sehr interessant.

Dass die Umkleideräume der Fußballer in der Turnhalle Holensiepen für 100000 Euro kernsaniert werden sollen, steht auf Seite 232 – und wurde allerdings überblättert. 

Komplett neue Duschen, ein neuer Bodenbelag, neue Fliesen sollen ein Schmuckstück zaubern. Dann werden auch die Duschköpfe kein Problem mehr sein, die Peter Joergens (UWG) als funktionsuntüchtig ins Gespräch brachte. Auch gebe es unten und oben in der Turnhalle verstopfte Abflüsse. „Das müssen wir überprüfen“, so Bauamtsleiter Dirk Röding. 

Etwas verwirrend waren die Zahlen rund um das Thema „Lennehalle“. 2017 und 2018 sind jeweils Aufwendungen in Höhe von 55000 Euro zu finden. Doch beide Zahlen haben wenig miteinander zu tun. Die 55000 Euro aus diesem Jahr setzen sich aus 40000 Euro Rückstellung für die Sanierung des Vorraumes und 15000 Euro für die laufenden Kosten zusammen. 

Die 55000 Euro im Ansatz für 2018 sind 15000 Euro laufende Unterhaltung, 15000 Euro für eine neue Lennehallen-Eingangstür, 10000 Euro für Armaturen und 15000 Euro für den Vorraum. Zur Notwendigkeit, die Eingangstür auszutauschen, meinte Bauamtsleiter Dirk Röding: „Die Tür hat keine Wärmedämmung und unten können die Mäuse durchkrabbeln“. 

Ideen-Schmiede tagt erstmals am Donnerstag, 30. November

Wann das Sorgenkind Vorraum saniert wird, steht indes noch in den Sternen. Die Rückstellung belastet den Haushalt nicht und könnte dann genutzt werden, wenn es wider Erwarten keine Förderung gibt. Die SPD hatte die Idee ins Rennen gebracht, mit guten Vorschlägen für eine Nutzung des Raumes im Leader-Programm aufgenommen zu werden.

Die Ideen-Schmiede hierfür tagt erstmals am Donnerstag, 30. November, ab 17 Uhr an der Hagener Straße 96. Allerdings könnten Monate ins Land ziehen, bis der erste Farbpinsel geschwungen wird. Schwindelerregend hoch sind übrigens die Energiekosten in der Lennehalle, die im vergangenen Jahr 21269 Euro verschlangen, 2014 allerdings beispielsweise 8000 Euro weniger. 

Die hohen Kosten erklären sich, da in den Vorjahren die Verbräuche geschätzt wurden und sich aus einer falschen Schätzung nun hohe Nachzahlungen ergeben. Dennoch kann man auch ein Dilemma ablesen: 2010 war die Lennehalle noch 2426 Stunden gebucht – sechs Jahre später nur noch 1098 Stunden, also weniger als die Hälfte. Und trotzdem sind die Energiekosten gestiegen.

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