„Morgen läuft eine Ratte durch“

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Die Mitglieder des Sportausschusses schauten sich die Sportstätten und die Umkleideräume an.

Nachrodt-Wiblingwerde -  Die einen nennen sie Chaosräume, die anderen wollen die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen. „Unter aller Sau“, so empfinden es die Mitglieder des Sportausschusses, sind die Räumlichkeiten hinter der unteren Umkleidekabine der Turnhalle am Holensiepen, die von der Sportvereinigung genutzt werden.

 „Morgen könnte da eine Ratte durchlaufen“, meinte die sachkundige Einwohnerin Iris Krutz während der Sitzung in der Lennehalle. Zuvor hatte es eine Begehung der Sportstätten gegeben, bei der auch die Aufenthaltsräume begutachtet wurden.

 „Wir werden noch einmal das Gespräch mit dem Vorstand suchen“, schlug Bürgermeisterin Birgit Tupat vor. Tatsächlich möchten die Kommunalpolitiker die Situation so nicht hinnehmen. „Vielleicht könnte man ein bisschen mit der Struktur helfen“, schlug Klaus-Dieter Jacobsen (CDU) vor. Es gehe darum, dass die Substanz erhalten bleibe.

Annegret Klatt warf als Vorsitzende des Sportausschusses die Frage in den Raum, ob man der Sportvereinigung die Räume gar wegnehmen könne. Denn schließlich würden diese kostenlos zur Verfügung gestellt. So weit wollte dann doch niemand gehen. „Nicht gleich drohen“, so Klaus-Dieter Jacobsen.

 Doch solch eine Unordnung gehe nicht, meinte Rita Joergens für die SPD. „Jede Gruppe benötigt einen Verantwortlichen“, erklärte Hans-Jürgen Hohage für die UWG, „sonst schiebt es einer auf den anderen.“ Und Aykut Aggül (SPD) kommentierte: „Wenn wir die Herrschaften auffordern, die Räumlichkeiten aufzuräumen, aber danach nicht gucken und kontrollieren, bringt das nichts.“

Fakt ist: Die Mitglieder des Ausschusses ließen kein gutes Haar am Zustand der SpVgg-Räume.

Das wiederum bringt Peter Krummenerl, erster Vorsitzender der Sportvereinigung, auf die Palme. „Das ist Miesmacherei. Wir sind immer Ziel dieser Leute. Wenn etwas passiert, dann sind wir die Schuldigen. Das hat sich in den Köpfen festgesetzt.“

Früher war an Ort und Stelle eine Sauna. Später habe die Sportvereinigung viel Geld in die Räume gesteckt. „Da sind junge Männer drin. Die halten vielleicht nicht so Ordnung, wie das eine Hausfrau gerne hätte. Aber dass die Jungs nach dem Training mal eine Flasche Bier trinken, ist klar“, versteht Peter Krummenerl die ganze Aufregung nicht.

Natürlich seien die Räume nicht klinisch rein, aber die Darstellung der Sportausschuss-Mitglieder sei mehr als übertrieben. „Das ist reine Stimmungsmache.“ An der nächsten Sitzung des Sportausschusses möchte Peter Krummenerl teilnehmen.

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