Doppelbelegung des Mesterkämper-Stadion: Fußballer und Leichtathleten vertragen sich

Magerer Sportabzeichentag im Mesterkämper-Stadion

Gutes Wetter und damit ideale Außenbedingungen: Aber nur wenige kamen, um beim TuS Nachrodt-Obstfeld am Sportabzeichentag dabei zu sein. - Fotos (2): Bröer

Nachrodt-Wiblingwerde - Heinz Even, Vorsitzender des TuS Nachrodt-Obstfeld, war ein wenig verärgert. „Wir haben von der Gemeindeverwaltung das Mestekämper-Stadion zugesprochen erhalten, um dort unseren Sportabzeichentag abhalten zu können“, sagte er sichtlich angenervt.

Am Samstagnachmittag, 27. September, spielte dort aber die Jugendmannschaft eines anderen Nachrodter Sportvereines Fußball. Aber Even ist ein Mann, der durchaus in der Lage ist, auch Wogen zu glätten. „Wir wollten ja auch nicht“, so der Vorsitzende, „dass die Fußballer auf ihren Sport verzichten sollen“. Und so kam es dann zur Kooperation beider Vereine die dann sicherstellte, dass beide Veranstaltungen nebeneinander her ablaufen konnten.

Das habe aber auch nur deswegen funktioniert, so Even weiter, weil der Sportabzeichentag schlecht besucht gewesen sei. Die meisten Sportler hätten die vorgesehenen Übungen bereits während ihrer normalen Trainingseinheiten abgelegt. Daher waren neben Even selbst auch Jörg Tybussek und Axel Koch nicht gerade viel beschäftigt. „Wir bieten hier zwar alle die Erlangung des Sportabzeichens notwendigen Einheiten an. Aber wir haben kaum Zulauf“, so Even. Ausserdem habe sich das Regelwerk für die Vergabe des Sportabzeichens erneut geändert. Die Bewertungen würden jetzt in den Kategorien „Schnelligkeit, Koordination und Kraft“ erfolgen. „Man kann sich zwar innerhalb dieser Kategorien eine Sportart auswählen“, so Even. Aber um das Sportabzeichen zu erhalten, müsse man in den vier ausgewählten Sportarten drei Mal Gold und mindestens einmal Silber erhalten. Man könne also nur ein einziges Mal hinter der Höchstpunktzahl – bezogen natürlich auf Alter und Geschlecht – zurückbleiben. Es gäbe dem neuen Regelwerk zufolge auch keine Wiederholungsprüfung mehr. Man müsse daher schon in den einzelnen Disziplinen bestehen, um die begehrte Auszeichnung zu erhalten.

Am Samstagnachmittag jedenfalls war „nicht viel los“ im Mestekämper-Stadion. Daher gab es auch keinerlei Berühungspunkte zwischen den beiden Sportvereinen. Da hätte man dann auch, so Even, eine Kooperation eingehen können. „Heute hat hier keiner den anderen gestört“, sagte der Vorsitzende. Wären jedoch viele Sportler gekommen, die das Sportabzeichen hätten ablegen wollen, hätten die Fußballer wahrscheinlich den Kürzeren gezogen. Denn die Genehmigung zur Nutzung der Anlage, so Even, habe beim TuS gelegen. von Hartwig Bröer

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