Kinder- und Jugendfeuerwehr Nachrodt-Wiblingwerde

Sponsorenlauf: Riesen-Resonanz auf Benefiz-Aktion

Sponsorenlauf der Kinder- und Jugendfeuerwehr im Mestekämper-Stadion in Nachrodt.
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Große Resonanz auf den Sponsorenlauf in Nachrodt.

Mehr als 100 Läufer machten sich auf den Weg für den guten Zweck. Sie liefen in Nachrodt Runde um Runde für Betroffene der Flut. Ein paar Teilnehmer fielen ganz besonders auf.

Nachrodt-Wiblingwerde – Sie waren der Hingucker beim Sponsorenlauf der Kinder- und Jugendfeuerwehr am Samstag im Wilhelm-Mestekämper-Stadion: Zehn Kameraden der Nachrodt-Wiblingwerder Feuerwehr haben in voller Montur mitgemacht. Helm, Jacke, Stiefel, Atemschutzgerät und was sonst noch zur Ausrüstung gehört: So komme man gut und gerne auf 20 bis 25 Kilo Extra-Gewicht, sagte Feuerwehrchef Mark Wille.

Neben dem guten Zweck sei diese Aktion ein gutes Atemschutz-Training. „Es ist anstrengender, damit zu atmen“, erklärte er. In den Flaschen befinden sich gut 1600 Liter komprimierte Atemluft. „Das reicht ungefähr für sechs bis sieben Runden“, schätzte der Feuerwehr-Chef. Schnelles Gehen und langsames Joggen war auf der 400 Meter langen Bahn damit drin.

Sprints oder Spazieren: Alles zählt

Der Feuerwehrchef war begeistert von der riesigen Resonanz des Sponsorenlaufs, mit dem Geld für die Opfer der Flutkatastrophe gesammelt wurde. „Es wird sehr gut angenommen. Das ist eine tolle Sache.“ Mitmachen konnte jeder. „Es geht um den Spaß“, betonte Sabrina Kasch, Betreuerin bei der Jugendfeuerwehr.

Zeit und Strecke spielten keine Rolle. Einige Teilnehmer legten zwischendurch Sprints ein. Andere spazierten langsam Runde um Runde. Wieder andere waren sogar mit Kinderwagen am Start. Die Teilnehmer waren altersmäßig bunt gemischt – von einem Jahr bis über 80 Jahre. Gemeindekinderfeuerwehrwartin Celina Klatt machte zum Beispiel mit ihren Kindern Thore (6) und Juli (2) mit. Auch Sportler des TV Wiblingwerde waren dabei.

Sponsoren: Familie, Freunde, Firmen

Nach jeder Runde schnappten sich die insgesamt gut 100 Läufer ein Gummiband, um ihre Rundenzahl festzuhalten. Zwei Tische waren dafür aufgebaut. Eine Stunde nach Beginn, gegen 11 Uhr, wurde die Schlange am Pavillon auf der Strecke immer länger. Dort saß Marko Hertrampf zusammen mit Sabrina Kasch.

Sponsorenlauf für Flutopfer in Nachrodt

Sponsorenlauf der Kinder- und Jugendfeuerwehr im Mestekämper-Stadion in Nachrodt.
Sponsorenlauf der Kinder- und Jugendfeuerwehr im Mestekämper-Stadion in Nachrodt.
Sponsorenlauf der Kinder- und Jugendfeuerwehr im Mestekämper-Stadion in Nachrodt.
Sponsorenlauf der Kinder- und Jugendfeuerwehr im Mestekämper-Stadion in Nachrodt.
Sponsorenlauf für Flutopfer in Nachrodt

Die beiden zählten die Gummibänder und rechneten die Spendensumme aus, die jeder Teilnehmer erlaufen hat. Die Läufer hatten sich im Vorfeld Sponsoren gesucht: Eltern, Großeltern, Freunde, aber auch Firmen. Die Sponsoren spendeten entweder pro Runde oder einen Pauschalbetrag. Festgehalten wurde das auf einer Spendenkarte.

Kleiner Läufer sammelt 600 Euro Spenden

„Ich bin zwölf Runden gelaufen“, erzählte Justus Roeder, nachdem er seine Bänder abgegeben hatte. Stolz zeigte er seine Medaille. Wie es gelaufen ist? „Gut, es hat alles geklappt“, meinte er. Einige konnten vom Laufen gar nicht genug bekommen. Mehr als 20 Runden – und damit über acht Kilometer – legten gleich mehrere Teilnehmer hin, wie Marko Hertrampf erfreut berichten konnte: „Ein Kind hat 14 Sponsoren gefunden und ist 24 Runden gelaufen.“ Stolze 600 Euro kamen so zusammen.

Den Sponsoren war es ein Anliegen, die Aktion zu unterstützen. Andrea Hertrampf feuerte vom Rand aus ihre Tochter Sarah an. Zehn Runden hatte sie sich vorgenommen. Mutter Andrea spendete zehn Euro pro 400-Meter-Bahn. „Wir sind beim Hochwasser so gut davongekommen”, sagte sie. „Wir wollen etwas zurückgeben.”

Freude über große Resonanz

Als die Flut am 14. Juli kam, traf sie Nachrodt-Wiblingwerde sehr hart. Zahllose Keller wurden überflutet, viele Häuser waren mit Wasser, Geröll und Schlamm vollgelaufen, Straßen fortgerissen, ganze Ortsteile nicht erreichbar. Viele Kinder kennen Betroffene und wollten helfen. So entstand innerhalb der Kinder- und Jugendfeuerwehrbei die Idee zum Sponsorenlauf.

„Die Kasse ist voll”, berichtete Kasch von einer riesigen Spendenbereitschaft, als es auf die Zwei-Stunden-Marke des Events zuging. Die exakte Summe war zu diesem Zeitpunkt nicht abzuschätzen. Nicht alle Sponsoren zahlten ihre Spenden direkt am Sportplatz. Auch in den nächsten Tagen können sie das noch tun. Kasch freute sich über die enorme Resonanz. „Das hätte ich nicht erwartet“, sagte sie. Auch das Wetter spielte super mit. Die Sonne schien, es war angenehm warm. Gott sei Dank. „Es gab keinen Plan B für schlechtes Wetter.“

Kontaktnachverfolgung am Eingang

Die Kinder- und Jugendfeuerwehr konnte sich bei der Veranstaltung über jede Menge Unterstützung freuen. Die Bäckerei Grote und Edeka Kantimm spendeten Verpflegung. Eltern backten Kuchen. Die Sportvereinigung Nachrodt stellte ihr Vereinsheim und den Grillstand zur Verfügung.

„Es läuft gut“, lautete auch das Fazit von Marco Kroschke, der hinter einem der Verpflegungs-Fenster stand. „Die Cola ist fast leer“, hieß es nach gut eineinhalb Stunden. Corona machte der Aktion, die sich nach gut zwei Stunden dem Ende entgegen neigte, keinen Strich durch die Rechnung. Die Kontaktnachverfolgung erfolgte per Liste oder Luca-App gleich am Eingang.

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