Gerd Berg lässt im Hallenbad die Puppen tanzen

Im Foyer des Hallenbades spielte Gerd Berg auf dem Schifferklavier, während Kinder seine Marionetten bewegen durften. Foto: Hornemann

NACHRODT-WIBLINGWERDE -   Die Besucher strömten zwar nicht gerade in Massen zum Spielnachmittag ins Gartenhallenbad. Wer gekommen war, erlebte jedoch einen unterhaltsamen Samstagnachmittag.

Die Sommerferien haben manche Bahn im Gartenhallenbad zur Durststrecke geraten lassen: planschten zu School’s-out-Party noch 120 Kinder rund um die Riesenkrake, war es in den darauffolgenden Wochen deutlich leerer im Becken. Auch nach der Grundreinigung mit umfangreichen Renovierungsarbeiten kehrten die Massen noch nicht im vollen Umfang zurück. Das merkte auch Puppenspieler Gerd Berg, der den Spielnachmittag am Samstag mit Musik und Marionettenspiel versüßte.

Der Publikumsrang im Foyer füllte sich im Laufe des Nachmittags doch noch auf, nachdem zum Start der Kinderveranstaltung gerade mal eine Handvoll Schwimmer im Becken waren und die Gummitiere und Aqua-Laufbälle nutzten. Der Evingser Gerd Berg hatte eine kleine Bühne aufgebaut und ließ darauf buchstäblich die Puppen tanzen: Unter anderem kreuzten ein Seemann, eine Chinesin, ein Schornsteinfeger und sogar eine Miniatur der „Gorch Fock“ die Szene. Gerd Berg ließ die Kinder aktiv beim Führen der Marionetten mitmachen und spielte Mund- und Ziehharmonika zu den Geschichten, die er mit dem Puppenspiel erzählte.

Gerd Berg ist einer von vielen Unterstützern des Gartenhallenbads, die dafür sorgen, dass es dort Abwechslung gibt. Über Christiane Gütting war der Kontakt zu dem Evingser Puppenspieler zustande gekommen. Der ließ sich nicht lange überreden und sagte einen Auftritt zu gegen eine Gage in Form einer Waffel und einer Tasse Kaffee. „Solche Leute braucht das Bad“, betont Sabine Karisch als Trägervereinsvorsitzende. Unkonventionelle Unterstützung hält den Betrieb am Laufen und ermöglicht Aktionen außerhalb des regulären Angebots.

Auch nach den Ferien werden weiterhin Spielnachmittage angeboten, allerdings nicht so viele, dass den Kindern langweilig wird und eine Übersättigungseffekt eintritt. Nicht-Schwimmer sind übrigens auch willkommen, um sich bei den Aktionstagen mit Würstchen und Kaffee und Waffeln zu stärken und bei der Gelegenheit das Bad für sich als Freizeitanlaufpunkt zu entdecken. Gerd Berg zum Beispiel war lange nicht mehr da, weil Evingsen näher am Frei- und Hallenbad Dahle liegt. „Aber jetzt werde ich bestimmt auch mal in Nachrodt meine Bahnen ziehen. Das ist ja alles sehr schön geworden hier“, bemerkte der Puppenspieler am Rande seines Auftrittes am Samstagnachmittag. - Ina Hornemann

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