Deutlich besser umgesetzt

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Eigentlich waren die Regeln klar: Brachtenbeck runter, Hallenscheid rauf, Nordhelle gesperrt.

Nachrodt-Wiblingwerde  - Zwei Tage sollte die L692 zwischen Westersiepen und Rennerde gesperrt werden. Vorarbeiten für die umfangreiche Sanierung sollten erfolgen. Es war ein weiterer Probelauf für die XXL-Baumaßnahme, die im April beginnen soll. Nach der eher gefloppten ersten Sperrung im vergangenen Jahr, fällt das Fazit dieses Mal deutlich positiver aus.

Die Planer haben ihre Hausaufgaben gemacht und nach der ersten Sperr-Probe kräftig aufgerüstet. Schon mehr als eine Woche im Voraus wurden Schilder aufgestellt, die die Sperrung am Samstag und Sonntag ankündigte. Und nicht nur zeitlich wurde der Rahmen erweitert, sondern auch räumlich. Bereits auf der A45, in Lüdenscheid, Iserlohn und Altena standen große Schilder. Besonders der Hinweis „No Trucks“ auf auffällig gelben Hinweisschildern fiel immer wieder ins Auge. Offensichtlich war an alles gedacht. 

Naja, zumindest fast. Denn Kleinigkeiten hatten die Autofahrer noch zu bemängeln. So war auf den Hinweisschildern am Autobahnzubringer Nachrodt-Wiblingwerde komplett durchgestrichen. „Wir wollten, wie jeden Sonntag in Wiblingwerde wandern. Kommen wir da jetzt gar nicht hin?“, fragte ein älteres Ehepaar aus Hagen. Die Kilometerangabe, bis wo die Strecke frei ist, half ihnen nicht. Wenig später fanden sie allerdings den kleinen Hinweis „Anlieger bis Wiblingwerde frei“. Ansonsten waren die Regeln klar: Brachtenbecke runter, Hallenscheid rauf, Nordhelle gesperrt. 

Wären da nicht die Autofahrer, die auch an diesem Wochenende mit purer Ignoranz glänzten. Immer wieder kamen Autos die Brachtenbecke hinauf. Dabei war eigentlich nicht zu übersehen, dass diese eine Einbahstraße war. Schon früh waren Hinweise aufgebaut worden und am Ende der Bebauung warnten noch einmal zwei große Schilder inklusive orangener Warnlichter, dass die Durchfahrt verboten ist. „Wer das übersieht, ist blind oder hat es wirklich ganz bewusst ignoriert“, schimpfte ein Autofahrer aus Wiblingwerde.

Die Testbedingungen waren durchaus real. Denn am Samstag gab es Stau auf der A45. Selbstverständlich verirrte sich der eine oder andere Autofahrer bis Rennerde und musste drehen. Aber, das große Chaos blieb aus.

Während die Autofahrer ein Eindruck von dem bekamen, was bald auf sie zukommt, wurde in den Serpentinen gearbeitet. Unter idealen Bedingungen konnten die Vorarbeiten schneller beendet werden als gedacht. Die zweitägig geplante Sperrung wurde bereits am Samstag gegen 17 Uhr wieder aufgehoben.

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