Ein defekter Boiler und das Blutspenden

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Es gibt kein heißes Wasser im Vorraum der Lennehalle. Das Blutspende-Team muss improvisieren

Nachrodt-Wiblingwerde -  Natürlich wissen sie sich zu helfen, aber es wurmt schon ein wenig. Der Boiler im Vorraum der Lennehalle ist kaputt. Seit Januar. Es gibt kein heißes Wasser. Aber genau das wird bei den Blutspende-Terminen dringend benötigt. Und so hantiert das Blutspende-Team mit mitgebrachten Wasserkochern.

 Britta Sassenscheidt, Petra Fischer, Annette Heumann, Helga Baumann und Wolfgang Warwo gehören zum Blutspende-Team rund um Gisela Gundermann und Norbert Grebe, die in der Lennehalle 69 Spender und Spenderinnen begrüßten. Unter ihnen war auch Doris Eisenhardt, die zum 43. Mal ihr Blut spendete. Susanne Felker bekam für ihren 25. Spendetermin eine Urkunde. Und: Sieben Erstspender hatten sich zum Blutspenden eingefunden.

 Obwohl die Lennehalle nicht der perfekteste Ort für die Blutspende-Termine ist, wird das Ambiente immer schöner. Das liegt auch an den liebevoll gedeckten Tischen im Vorraum. Schon ab Mittags waren die Helfer wieder damit beschäftigt, Brötchen, Schnittchen, Frikadellen, Obst und viele andere Köstlichkeiten vorzubereiten, die die Spender dankbar annahmen. „Über das Lob dafür habe ich mich wirklich gefreut“, sagt Gisela Gundermann. Boiler hin oder her. Dass der – uralte – Warmwasserspeicher von Stiebel Eltron bislang nicht repariert wurde, hängt mit einem etwas größeren Vorhaben zusammen.

Denn nach Antrag der CDU-Fraktion im vergangenen Jahr wurden 40000 Euro für die Sanierung des Vorraums der Lennehalle in den Haushalt der Gemeinde gestellt. Es gibt sogar einen eigenen Arbeitskreis zum Thema, der sich erstmals im Januar traf. Lars Wygoda (CDU), Gerd Schröder (SPD) und Hans-Jürgen Hohage (UWG) haben mit Bauamtsleiter Dirk Röding, Sebastian Putz und Bürgermeisterin Birgit Tupat die Ideen für die Verschönerung des Raumes entwickelt. So sollen ein neuer Bodenbelag, neue Fenster, eine neue Theke, neue Tische und Stühle angeschafft werden. Geplant ist auch, die Decke abzuhängen, den alten Boiler zu ersetzen und die Heizkörper auszutauschen. Malerarbeiten sind ebenfalls geplant, sodass der Raum – wenn dies alles für 40000 Euro zu bekommen ist – wahrlich runderneuert wird.

 „Wir haben die Kosten zusammen getragen und werden dem Arbeitskreis alle Ergebnisse am Dienstag präsentieren“, sagt Bauamtsleiter Dirk Röding. Dass die Blutspende-Mitarbeiter mit Wasserkochern hantieren müssen, sei, so sagt er, nicht die glücklichste Lösung, aber unter den gegebenen Umständen nicht anders möglich. Die Sanierung des Vorraums kann – so die Hoffnung – in den Sommerferien starten.

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