Weihnachten im Schuhkarton

105 Päckchen gehen auf die Reise

Anke Schulte und Dieter Gütting freuen sich über die Päckchen für die Aktion Weihnachten im Schuhkarton
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105 Päckchen sind es geworden – schön verschnürt und verpackt mit glitzernden Vorfreuden auf Weihnachten. Und es gibt ein paar Besonderheiten von der Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ zu berichten.

In Papier mit Sternenmuster, Weihnachtsmännern, Zuckerstangen und Teddybären haben die Nachrodt-Wiblingwerder ihre Schuhkartons gewickelt. Der Inhalt sind viele kleine Überraschungen, die armen Kindern in Osteuropa eine große Freude bereiten werden. „Wir sind so dankbar für die vielen Geschenke“, sagt Anke Schulte und schickt ein riesiges Lob an alle, die zum Erfolg der Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ beigetragen haben.

Erfolgsgeschichte

Die evangelisch freikirchliche Gemeinde übernahm die Spendenaktion in diesem Jahr von Inge und Hermann Hülle. Die Rennerder hatten sich 17 Jahre mit großem Engagement und viel Herzblut um die Spendenaktion gekümmert und mehr als 3000 Päckchen und 15 000 Euro für notleidende Kinder sammeln können. Jetzt geht die Erfolgsgeschichte nahtlos weiter.

Die meisten Päckchen sind für fünf- bis neunjährige Kinder

Anke Schulte

Anke Schulte und Dieter Gütting strahlten am Dienstagabend (17. November 2020) im Gemeindehaus an der Wiblingwerder Straße angesichts der vielen Geschenke-Kartons um die Wette. 80 Pakete sind von Bürgern aus den Höhendörfern, 25 aus Nachrodt. In Wiblingwerde und Umgebung ist die Hilfssammlung also augenscheinlich etwas bekannter als im unteren Gemeindebezirk.

58 Päckchen für Mädchen

Übrigens: 58 Pakete packten die Spender für Mädchen und 47 für Jungs. „Und die meisten Päckchen sind für fünf- bis neunjährige Kinder“, sagt Anke Schulte, die selbst drei Päckchen gepackt hat – mit Plüsch-Elefanten, Mützen, Handschuhen, Zahnpasta, Malsachen und vielem mehr. „Fürs nächstes Jahr habe ich schon ein kleines Mensch-ärgere-Dich-nicht-Spiel und Haarspangen gekauft“, erzählt sie lachend. „Es macht einfach Freude.“

Grundsätzlich weiß Anke Schulte nicht, was sich die Nachrodt-Wiblingwerder für ihre Päckchen ausgedacht haben. Es gab einen Flyer mit vielen Vorschlägen, aber auch mit Dingen, die auf keinen Fall ins Paket sollten, wie gebrauchte Kleidung beispielsweise. Denn den Kindern in Not sollen nur qualitativ hochwertige Päckchen übergeben werden – als Zeichen des Respekts und der Anerkennung.

In Nachrodt wurden jetzt auch viele hellhörig.

Dieter Gütting

Zwei Päckchen waren noch nicht fertig gepackt, als Anke Schulte sie bekam. „Da war nicht wirklich etwas für ein Kind drin, sodass ich sie ein wenig aufgehübscht habe“, sagt Anke Schulte.

Übrigens: Dass es zum Schluss mehr als 100 Päckchen aus der Doppelgemeinde wurden, war zu Beginn der Aktion nicht direkt zu erwarten. Anfang November waren es gerade mal 14, als Anke Schulte noch mal ordentlich die Werbetrommel rührte. Mit Erfolg.

Erst nach Berlin

„In Nachrodt wurden jetzt auch viele hellhörig“, sagt Dieter Gütting und setzt darauf, dass im nächsten Jahr der untere Gemeindebezirk „päckchenmäßig“ aufholt. Bedingt durch Corona, so vermuten Anke Schulte und Dieter Gütting, waren einige Menschen auch zurückhaltend, die sich ansonsten gern beteiligt hätten.

Eigentlich hätten die Päckchen jetzt zur Sammelstelle bei Carina Groß nach Altena gemusst. „Aber sie hat selbst nicht so viele Päckchen gesammelt und gerade ein Baby bekommen. Das wäre auch nun zu kummelig für sie geworden. Deshalb werden wir das jetzt so regeln, dass die Päckchen hier in Nachrodt abgeholt werden“, erzählt Anke Schulte. Mit Dieter Gütting packt sie nun die Päckchen in große Kartons für den Transport, der Ende November, Anfang Dezember zunächst als Zwischenstopp in Berlin hält. Dort werden alle Schuhkartons auf die Einhaltung der Bestimmungen durchgesehen, wobei zollrechtlich unzulässige Gegenstände anderen wohltätigen Zwecken gespendet werden. Auf große Reise gehen die kleinen Päckchen sodann zum Beispiel nach Belarus, Litauen, Lettland, Montenegro, Nordmazedonien, Rumänien und auch in die Republik Moldau.

Wer jetzt den Abgabetermin verpasst hat, muss auf das nächste Jahr warten. Anke Schulte freut sich schon und träumt von 200 Päckchen in 2021. Jetzt werden erst einmal alle Plakate abgenommen. „Wer sie aufhängt, muss sich auch später um die Entsorgung kümmern“, meint sie schmunzelnd.

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