Für Migration und Vielfalt

Aykut Aggül agiert in Nachrodt-Wiblingwerde als Ansprechpartner für Migrationsfragen. Foto: Hornemann

NACHRODT-WIBLINGWERDE - Aykut Aggül ist in die Arbeitsgemeinschaft für Migration und Vielfalt gewählt worden. Gegründet wurde sie in der vergangenen Woche von Delegierten der Kreis-Sozialdemokraten im Senator-Pütter-Saal in Iserlohn. Der junge Nachrodter stellt sich mit seinem Beisitzer-Posten den Bürgern der Doppelgemeinde als Ansprechpartner für Integrationsfragen zur Verfügung.

Das soziale Miteinander funktioniert -- so schätzt die Arbeitsgemeinschaft für Migration und Vielfalt die Situation im Märkischen Kreis ein. „Nachhilfe in Kultur brauchen wir nicht“, glaubt Aykut Aggül. „Wir wollen Menschen mit Wurzeln aus verschiedenen Ländern zusammenbringen und ihnen helfen, Aktionen auf die Beine zu stellen, publik zu machen und Hilfestellungen anbieten, wenn es Probleme gibt“, bringt Aykut Aggül es auf den Punkt.

Manches Problem wird oft nicht öffentlich thematisiert. „Unterschwellige Diskriminierung zum Beispiel“, sagt der Nachrodter. Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft sehen sie noch immer darin, dass manche Arbeitgeber einen roten Punkt auf Bewerbungsschreiben machen, die von Menschen mit ausländisch klingenden Namen bei ihnen eingehen. „Auch in der Schule werden Schüler mit ausländischen Wurzeln noch manchmal mit Vorurteilen belastet. Wenn junge Leute und ihre Familien sich nicht aus eigener Kraft dagegen wehren können, kann man uns ansprechen“, erklärt Aggül.

Mit „uns“ meint Aykut Aggül den AG-Vorsitzenden Ugur Ünal und die weiteren Vorstandsmitglieder Emel Acikgöz, Udo Böhme, Barbara Tunsmeyer und Jens Wilkens. Aykut Aggül ist einer von zehn Beisitzern. Jede MK-Kommune sollte vertreten sein. Bei Fragen können sich Bürger per Mail an ihn wenden unter der Adresse aykut.agguel@spd-nawi.de und ihn natürlich auch direkt ansprechen.

Aykut Aggül möchte mit seinen Mitstreitern in der Arbeitsgemeinschaft gern eine neue Sichtweise auf das Deutschsein etablieren. Auf dem Weg der Identifikationsfindung hält das noch frische SPD-Mitglied auch die doppelte Staatsbürgerschaft für eine gute Idee und steht damit nicht allein da in der Arbeitsgemeinschaft.

Ideen und Anregungen für diese Arbeit sind jederzeit willkommen. Besprochen werden sie künftig in den regelmäßigen Treffen des Gremiums. „Wir können nur mit dem Bürger zusammenarbeiten. Ohne seine Beteiligung kommen wir nicht weiter“, stellt Aggül klar. - Ina Hornemann

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