SPD sieht „viele offene Fragen“

Das Gartenhallenbad beschäftigt weiterhin die Politik.

NACHRODT-W‘WERDE ▪ Ob das Gartenhallenbad am Holensiepen eine Zukunft hat, scheint weiter in den Sternen zu stehen. Die Fraktion der Sozialdemokraten im Gemeindeparlament jedenfalls macht sich Gedanken darüber, welche Möglichkeiten es gibt, die Kosten des Betriebes zu reduzieren oder das bisherige Nutzungskonzept zu verändern.

Für die Sitzung des Rates am 22. Oktober jedenfalls hat SPD-Fraktionsvorsitzende Susanne Jakoby eine ganze Reihe von Fragen zusammengetragen. Von deren Beantwortung durch die Bürgermeisterin verspricht sich Susanne Jakoby wichtige Aufschlüsse für künftige politische Entscheidungen.

Jakoby berichtet, dass sich mittlerweile viele Bürger mit Fragen zum Gartenhallenbad an sie wenden – sie aber längst nicht alle nach Wunsch beantworten kann. „Es sind eben noch viele Fragen offen“, sagt die Fraktionsvorsitzende. Deshab hat sie zusammengetragen, welche Informationen den Sozialdemokraten fehlen. Sie bittet darum, bis zur Ratssitzung entsprechende Auskünfte zu bekommen.

So erkundigen sich die Sozialdemokraten zum Beispiel, wie hoch die tatsächlichen Betriebskosten des Bades pro Stunde sind und wie sie sich gegebenfalls unterscheiden, wenn es im Unterschied zum öffentlichen Badebetrieb nur Betrieb für Schulen und Vereine gäbe.

In diesem Zusammenhang stellt die SPD auch die Frage, wie hoch die jährlichen Kosten der Unterhaltung ausfielen, wenn die Nutzung auf Schulen und Vereine beschränkt würde.

Eine ähnliche Frage gilt auch den Betriebskosten, die derzeit bei etwa 300000 Euro jährlich liegen. Die Sozialdemokraten fragen sich, ob dieser Ansatz maßgeblich gesenkt werden könnte, wenn es nur noch Schul- und Vereinschwimmen gäbe. Dazu zählt auch die Frage, wie viele Stunden das Bad durch Schulen und wie viele Stunden das Bad durch Vereine genutzt wird.

Die Anfrage zielt schließlich auch darauf, ob die Verwaltung schon Gespräche mit den Vereinen über eine Kostenbeteiligung durch Nutzungsgebühren geführt hat.

Weitere möglicherweise interessante Ansätze stecken in der Frage, ob der allgemeinde Badebetrieb möglicherweise auf drei Tage in der Woche zurückgefahren werden kann, oder welche Chancen für eine Nutzung des Bades durch Besucher aus anderen Städten oder Schüler von umliegenden Schulen bestehen,

Eine weitere Frage der Sozialdemokraten zielt auf ein von der Verwaltung zum Bad in Auftrag gegebenes Gutachen. Es soll die Frage beantworten, ob die Einrichtung in Form eines „Gesundheitsbades“ auf finanziell neue Füße gestellt werden kann. „Das würde natürlich vorher Investitionen erfordern“, meint Susanne Jakoby dazu. „Und da muss man wissen, ob sich so etwas trägt.“ Die SPD wüsste gerne, wann dieses Gutachten in der Doppelgemeinde vorliegt.

Bis zum 8. November müsste dass auf jeden Fall so sein, denn für diesen Tag ist eine Einwohnerversammlung zum Bad geplant. ▪ tk

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