Im JZ gehen wohl bald die Lichter aus

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Der Eingang zum Jugendzentrum „Nachrodter Kurve“. Über die Zukunft der Einrichtung wurde im Ausschuss für Soziales und Kultur beraten.

Nachrodt-Wiblingwerde - Der Ausschuss für Soziales und Kultur hat dem Rat am Dienstagnachmittag empfohlen, das Jugendzentrum „Nachrodter Kurve“ zu schließen. Die Entscheidung fiel mit sieben Stimmen von CDU und UWG gegen vier Nein-Stimmen aus dem Lager der SPD.

Zuvor hatten die Sozialdemokraten dem Gremium einen Antrag vorgelegt, der auf eine Rettung der offenen Jugendarbeit in letzter Minute zielte. Solche Angebote „durch Sozialarbeiter“ seien unverzichtbar, argumentierte Susanne Jakoby. Die Sozialdemokraten schlugen vor, die jährliche Belastung für den Gemeindeetat von 45000 auf 20000 Euro herunter zu fahren. Der Antrag sah auch eine Neukonzeption der Jugendarbeit in Kooperation mit dem Jugendamt des Kreises vor.

Susanne Jakoby erinnerte daran, dass es auch in anderen Punkten des Haushaltssanierungsplan – wie Bücherei und Gartenbad – letztlich gelungen sei, die Angebote zu erhalten. „Wir könnten stundenweise weiter machen.“

Über das Jugendzentrum wurde lange diskutiert:

Politiker in Sorge um das Jugendzentrum

Dem Jugendzentrum drogt die Schließung

Die Verwaltung hatte in der Beratungsvorlage argumentiert, dass es keine Alternative zum Schließungs-Beschlussvorschlag gebe: „Kompensationsmöglichkeiten zum Erhalt des Jugendzentrums sind nicht vorhanden“. Es geht letztlich um eine Summe von 45 000 Euro im Jahr. Nicht zuletzt aufgrund des finanziellen Hintergrundes im Haushaltssanierungsplan für 2016 gebe es „keine andere Möglichkeit als die Schließung.“

Dem schlossen sich CDU und UWG in der Abstimmung schließlich an. Der Antrag der SPD wurde abgelehnt und dem Schließungsvorschlag zugestimmt. So sagte Michael Schlieck (CDU) seine Fraktion sei dafür, an dieser Stelle einen Schnitt zu machen und die Jugendarbeit auf neue Füße zu stellen. Darüber könne man auch schon vor dem Ende des Jahres miteinander reden. Lars Wygoda wieß darauf hin, dass die Einrichtung „minimal frequentiert“ sei, es also nur wenige Besucher gebe. Annegret Klatt (UWG) sagte: „So wie es jetzt ist geht es nicht mehr.“

Eine Vertagung des SPD-Rettungsantrages in die Ratssitzung am Montag wurde ebenfalls abgelehnt. Dann wird der Rat entscheiden. - Thomas Keim

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