Was soll die Feuerwehr können? Nachrodt legt Zukunft der Retter fest

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Personen aus Fahrzeugen retten gehört zur typischen Aufgabe der Feuerwehr - und wird auch immer wieder geübt.

Nachrodt-Wiblingwerde – Die Zukunft der Feuerwehr legt die Gemeinde im Brandschutzbedarfsplan fest. Der wird gerade erarbeitet. Zunächst aber braucht sie erstmal ein neues Fahrzeug.

In Altena ist er beschlossen, jetzt zieht Nachrodt nach: In der Doppelgemeinde wird aktuell der Brandschutzbedarfsplan auf die Beine gestellt. „Das ist natürlich sehr viel Arbeit“, sagt Wehrleiter Mark Wille. 

Seit Anfang des Jahres geht es mithilfe eines Beraters darum, wie der Bedarf für die nächsten Jahre abgedeckt werden kann. Was soll eine Feuerwehr können? Das ist die zu beantwortende Frage.

Dabei spielen die Einsätze der Nachrodt-Wiblingwerder Feuerwehr nicht nur eine entscheidende Rolle, sondern es geht auch um die Unterbringung und um die Frage, wie die Wehr ausgerüstet ist. Auch das Thema Tageserreichbarkeit ist von Bedeutung. 

Uniformen werden in Altena gewaschen

Und natürlich geht es auch um die interkommunale Zusammenarbeit mit Altena. „Kleinere und größere Dinge“ funktionieren schon hervorragend miteinander – wie der Einsatz der gemeinsamen Drehleiter oder die gemeinsame Ausbildung. Die Nachrodt-Wiblingwerder Uniformen werden in Altena gewaschen. 

Was geht noch? „Das ist ein fortlaufender Prozess, der sich vertieft“, sagt Wehrleiter Mark Wille. Zudem gibt es Gespräche mit dem Kreisbrandmeister und dem zuständigen Sachbearbeiter vom Kreis. 

Bei Einsätzen in Altena werden die Nachrodt-Wiblingwerder nicht mitalarmiert, „aber wenn Unterstützung gebraucht wird, fahren wir natürlich hin und helfen. Das ist selbstverständlich. Ob und wie man da näher zusammenkommt, kann ich noch nicht sagen“, sagt Mark Wille und möchte nicht vorgreifen. 

Plan noch dieses Jahr in Gremien bringen

Ziel ist, dass der Brandschutzbedarfsplan noch in diesem Jahr in die politischen Gremien kommt und vom Rat beschlossen werden kann. Schon vorher, nämlich während der Sitzung des Hauptausschusses am  Dienstag (24. September) ab 17 Uhr in der Grundschule Nachrodt, geht es um die Beschaffung eines Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeugs (HLF 20) für die Feuerwehr. „Das jetzige Fahrzeug fährt die meisten Einsätze“, sagt Mark Wille. 

Das Tanklöschfahrzeug hat schon viele Jahre auf dem Buckel, die Erstzulassung war 2002. Das Fahrzeug wurde in den vergangenen Jahren aufgrund der veränderten Anforderungen zu einem Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 20 umgerüstet. 

Neues Fahrzeug kostet bis zu 450.000 Euro

Die Umrüstung auf eine Gruppenkabine für bis zu neun Personen ist aber nicht möglich. Von der Reparaturanfälligkeit des Fahrzeugs ganz zu schweigen. „Vom Auftrag bis zur Auslieferung dauert es zwei bis drei Jahre“, sagt Mark Wille über die Wichtigkeit, jetzt eine Entscheidung für ein neues Fahrzeug für die Löschgruppe Nachrodt zu treffen, bevor der alte Wagen auseinanderfällt. 

Allerdings: Das neue Fahrzeug kostet etwa 450.000 Euro. Der Preis teilt sich auf in Fahrgestell, feuerwehrtechnischer Aufbau, feuerwehrtechnische Beladung und Kosten für die Kommunalagentur. Da die Beladung zu einem Teil vom Altfahrzeug übernommen werden soll, könnte es vielleicht etwas billiger werden. 

Die Ausschreibung für das Fahrzeug wird von der Kommunalagentur NRW begleitet – für 30.000 Euro. „Die Begleitung ist durchaus sehr wichtig, da europaweit ausgeschrieben wird – und da geht es nicht nur um deutsches Recht, sondern da muss alles geprüft werden, damit kein Formfehler gemacht wird“, erklärt Mark Wille.

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