Solidarität mit den Altenaern

NACHRODT-WIBLINGWERDE - Bei der gestrigen Ratssitzung sprachen sich Ratsfraktionen und Bürgermeisterin/Stellvertreter einstimmig und nachdrücklich in einer gemeinsamen Erklärung gegen die Pläne von Bistum und katholischer Kirche aus, das St. Vinzenz-Krankenhaus in eine Senioreneinrichtung umzuwandeln. Der Ton der Erklärung ist scharf.

Dabei wird auch auf die Tatsache hingewiesen, dass zum Notfallaufnahmebereich des Altenaer Krankenhauses auch die Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde angehört. Die Pläne des Krankenhausträgers würden die notärztliche Versorgung und die medizinisch stationäre Grundversorgung der Doppelgemeinde gefährden. Zudem erklärt sich der Rat solidarisch mit den Menschen, deren Arbeitsplätze bedroht seien.

Man erwarte von Kirchengemeinde und Bistum die unverzügliche Erarbeitung eines neuen und qualifizierteren Konzeptes, mit dem Ziel, die medizinische Versorgung und auch die Arbeitsplätze und damit auch die Existenz von Familien in der Region zu sichern. „Wir erwarten, dass die katholische Kirche und das Bistum so schnell wie möglich nachvollziehbare, rechnerisch belegte Konzeption vorlegen, auf deren Grundlage überhaupt erste eine weitere sachgerechte und transparente Diskussion geführt werden kann“. Katholische Kirchengemeinde und Bistum sollen die Zusammenarbeit mit den in der heimischen Region vorhandenen anderen Krankenhausträgern suchen. Der Rat ruft auch die Bevölkerung auf, sich mit den Mitarbeitern des Krankenhauses solidarisch zu zeigen. Es zähle mehr denn je: „Mitmachen, engagieren und auch öffentlicher Protest!“

Weiterer wichtiger Tagesordnungspunkt war die „Gründung einer Sparkommission“. Mit knapper Mehrheit von CDU und Teilen der UWG wurde der Antrag mit 10 zu 9 Stimmen abgeschmettert. Die Mehrheit der Parlamentarier hält demnach nichts von einer erneuten Gründung eines derartigen Gremiums.

Dabei gibt es seitens der CDU durchaus grundsätzliche Erwägungen. Das Auslagern derart wichtiger Entscheidungsprozesse sei nicht in Ordnung. Lieber öffentlich und dabei Farbe bekennen, so der Tenor der CDU-Fraktionsmitglieder. - vdB

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