Telekom schließt Lücken im oberen Gemeindebezirk

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Ein Techniker der Telekom arbeitet in einem Schaltraum an einem LTE-Netz.

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Die Doppelgemeinde gehört zu den Gemeinden in Deutschland, die vom LTE-Ausbau der Telekom profitieren. Das teilte das Bonner Telekommunikationsunternehmen am Mittwoch mit. Ab sofort sollen in weiten Teilen Nachrodt-Wiblingwerdes schnellere Internetverbindungen zur Verfügung stehen.

Die Bemühungen um schnelleres Internet insbesondere im oberen Gemeindebezirk laufen schon seit geraumer Zeit. Mehrere Anbieter haben sich an einer Lösung des Problems versucht – mit mehr oder weniger großem Erfolg. Jetzt will die Telekom nach eigenen Angaben im Rahmen ihrer LTE-Offensive den Durchbruch geschafft haben. Die Bewohner von Nachrodt-Wiblingwerde könnten ab sofort ihre Fotos, E-Mails und Musikdateien „einfach über die Luft schicken – und zwar in ähnlich hohem Tempo wie im Festnetz“, erklärte der Telekommunikationsriese am Mittwoch.

„Jetzt haben wir die Möglichkeit, auch solche Orte mit schnellen Internet-Zugängen zu versorgen, die bisher nicht zu erreichen waren“, sagt Jörg Spieckerhoff, Leiter Planung und Ausbau der Telekom in der Region West. Allerdings kann offenbar auch die Telekom keine vollkommen flächendeckende Versorgung mit Breitbandinternet sicher stellen. In welchen Haushalten LTE zur Verfügung stehe, könne man im Internet überprüfen, teilte das Unternehmen mit – und natürlich wissen auch die örtlichen Fachhändler Bescheid. Unsere Zeitung hat die Verfügbarkeit für verschiedene Bereiche innerhalb der Gemeinde überprüft – und ist zu recht unterschiedlichen Ergebnissen gekommen. Ziemlich gut scheint die Datenübertragungsgeschwindigkeit in Wiblingwerde, Eilerde und in Teilen Veserdes zu sein. Hier werden nach Angaben der Telekom mit 50 Mbit/s Übertragungsraten erreicht, die denen einer guten Festnetzverbindung entsprechen. Sogar für den etwas isoliert liegenden Hallenscheid wird dieser Wert angegeben, ebenso für beispielsweise die Ehrenmalstraße in Obstfeld.

Andere Bereiche der Doppelgemeinde werden nicht ganz so gut versorgt. So wird zum Beispiel in der Geschwister-Scholl-Straße in Nachrodt nur eine Übertragungsrate von 16 Mbit/s erreicht, was allerdings immer noch dem wert einer guten Festnetzverbindung entspricht. Ebenfalls 16 Mbit/s verspricht die Telekom für Rennerde, für Opperhusen (Wiesenstraße), für Einsal (Friedhofsweg), für Hinterveserde und für Herlsen.

Doch nach wie vor gibt es offenbar auch Bereiche, die weiter auf das schnelle Internet warten müssen. Dazu gehören nach Recherchen dieser Zeitung Brenscheid, aber auch Teile von Veserde und von Nachrodt (Finkenweg).

Diese Versorgungslücken zu schließen, hat sich die Telekom aber offenbar auch noch vorgenommen. „Wir kommen unserem Ziel immer näher, möglichst jedem einen schnellen Internet-Anschluss anzubieten“, sagte Jörg Spieckerhoff. Wann dieses Ziel erreicht werden soll, teilte er freilich nicht mit. Die Telekom will den LTE-Ausbau aber bundesweit weiter vorantreiben. Die Fläche, die ein LTE-Standort versorgt, kann einen Radius von bis zu zehn Kilometern haben.

Wer sich für einen LTE-Tarif und das passende Gerät interessiert, kann sich unter der kostenlosen Rufnummer 08 00/3 30 10 00 von der Telekom beraten lassen. Eine Flatrate zum Surfen und Telefonieren ins deutsche Festnetz gibt es beispielsweise ab 34,95 Euro im Monat. Der Empfang funktioniert über einen LTE-Router, der für den optimalen Empfang in Haus und Büro möglichst in Fensternähe platziert werden sollte. Über den Router können auch mehrere Computer mit dem Internet verbunden werden. Auch viele Smartphones und Tablets, etwa von Samsung und Apple, beherrschen bereits den neuen Standard. Ältere Computer und Laptops können für die vierte Mobilfunkgeneration nachgerüstet werden. ▪ Volker Griese

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