Die skurrilste Hausfrau der Comedy-Welt

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Frieda Braun ▪

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Mit Frieda Braun betrat am Donnerstagabend ein wahres Unikum die Bühne in der Rastatt. Die Kabarettistin Karin Berkenkopf unterhielt in ihrer Paraderolle die überwiegend weiblichen Besucher des SPD-Frauenkabaretts in bester Manier.

Hornbrille, Lockenwickler, Kittelschürze und Kniestrümpfe sind das Markenzeichen der Frau aus Winterberg, die auf eine herzliche Art gnadenlos ehrlich ausspricht, was ihr durch den Kopf geht.

Die wohl skurrilste Hausfrau der Comedy-Welt hat in den vergangenen Jahren echten Kultstatus erreicht. So auch in der Doppelgemeinde. Vor ausverkauftem Haus sprang der Funke zwischen Publikum und Akteurin gleich zu Beginn über. Beherzt philosophierte Frieda Braun über den demografischen Wandel, Erwins nächtliches Schnarchen, „es Brunhild“ mit ihren Cellulite-Probleme und der daraus resultierenden scharfsinnigen Erkenntnis: „Gott muss ein Mann sein“. Mit ihrer liebenswerten Mischung aus Entrüstung und Arglosigkeit, untermauert durch perfektes Mienenspiel und ausgefeilten Wortwitz, brachte sie ihr Publikum mit ihrem Programm „Hasenbrot“ regelrecht zum Toben.

Das überwiegend weibliche Publikum lachte Tränen, als Frieda Braun am Donnerstagabend in der Rastatt den neuesten Klatsch aus ihrem Bekanntenkreis verbreitete. ▪

Immer wieder nestelte Frieda Braun an ihrer beigen Strickjacke herum, verdrehte ihre Füße, agierte etwas staksig und wirkte fast wie ein schüchternes Kind, wenn sie von ihren Freunden und Bekannten erzählte. Doch genau diese Art ist es, die Frieda Braun ausmacht und die Zuschauer in schallendes Gelächter ausbrechen ließ. Mühelos ließ Frieda Braun in den Köpfe des Publikums Bilder ihrer Freunde mit besonderen „Macken“ entstehen, um dann mit schelmischer Neugier eine Anekdote nach der anderen auf den Höhepunkt zu treiben. Das gefiel Frauen wie Männern gleichermaßen. Tosender Applaus war der Lohn für die Kabarettistin. ▪ sr

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