Wenn Schilder abgeknickt und Autofahrer "blind" sind

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Nur noch bergab kann die Brachtenbeck befahren werden.

Nachrodt-Wiblingwerde - Eine Umleitung ist die beste Chance, endlich die eigene Stadt kennenzulernen. Oder: Bei Nebel und Ängsten bitte nicht den Kreinberg hoch. Es ist durchaus abenteuerlich, was die Sperrung der Serpentinen mit sich bringt. Zu allem Überfluss haben unbekannte Täter bereits einige Verkehrsschilder abgeknickt.

Mit den Polizeihauptkommissaren Detlef Treck und Reinhard Raffenberg war das Altenaer Kreisblatt am Mittwoch unterwegs. Den Kreinberg rauf, die Brachtenbeck runter. Die Beamten kontrollierten, ob sich Verkehrsteilnehmer an die Einbahnstraßen-Regelung halten. Das tun sie nicht immer – schon gar nicht im Berufsverkehr.

Dass eine Autofahrerin trotz Polizeipräsenz die Brachtenbeck Richtung Wiblingwerde fuhr, war dabei doch verwunderlich. „Ich dachte, es sei noch offen“, so die Entschuldigung. Das fällige Bußgeld: 25 Euro. Nicht auf frischer Tat ertappt wurden die Vandalen, die Verkehrsschilder umgeknickt, abgerissen und in den Wald geworfen hatten. Und wenn Einbahnstraßenschilder im Gebüsch liegen, können Autofahrer die aktuelle Verkehrsregelung nicht erkennen. „Das ist ein gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr“, sagt Hauptkommissar Detlef Treck. Mit einem Verwarngeld ist es dann nicht mehr getan.

Die Polizeibeamten, die am Mittwoch auch fast zufällig einen in den Wald geworfenen Müllberg (ein Planschbecken) fanden, brachten die zerbeulten Schilder wieder in Stellung.

Zu „Stoßzeiten“ will die Polizei noch mehr vor Ort sein. Gerade, wenn es einen Stau auf der A 45 gibt, ist immer wieder mit Gegenverkehr zu rechnen, wie viele Nachrodt-Wiblingwerder auch auf Facebook posten. Dort hat Heinz Wagener zu „Übungszwecken“ ein interessantes Video über die Umleitungsstrecken gedreht. Tanja Edelhoff schreibt dazu: „Bitte fahrt langsam um die Häuser. Wir dürfen vom Hallenscheid noch zu unseren Häusern.“

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