Selbstständigkeit: Er hat den Schritt nicht bereut

Thomas Ottke.

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Selbstständige: Sie gehören zum Wirtschaftsleben, tragen ihr nicht unbedeutendes Scherflein zum Bruttosozialprodukt bei. Und Sie tragen das volle soziale Risiko, sie sind auf sich allein gestellt, sie fühlen sich wohl in ihrer Rolle und sie sind meist zufrieden. Viele sind als Einzelkämpfer unterwegs.

Bereits im Frühjahr, am 22. März wagte Thomas Ottke aus Wiblingwerde den Schritt in die Selbstständigkeit. Und er hat es bislang nicht bereut. Der gelernte Maler, Lackierer und Ofenbauer betreibt nun einen „Hausmeister-Service“, der weit mehr umfasst, als die Bezeichnung erwarten lässt.

Denn Ottke hat bei der Handwerkskammer in Arnsberg gleich zwei Gewerbe angemeldet. Zum einen das des Raumausstatters und des Malers und zum anderen das des Fliesen- und Mosaiklegers. Damit ist Ottke in der Lage, ganze Wohnungen zu renovieren. Und das ist auch in erster Linie sein Betätigungsfeld. Es beginnt in der Regel beim Entfernen alter Tapeten und alten Bodenmaterials. Beim Anbringen neuer Wandverkleidungen lassen sich seine Auftraggeber meistens von seiner Erfahrung als Maler und Lackierer leiten.

Auch seine Vorschläge zu Farbkombinationen kommen meist gut an. Ottke beschäftigt sich neben der Raumgestaltung auch mit Trockenbau. Er ist daher in der Lage, einen oder mehrere Räume auch baulich zu verändern.

Der gebürtige Hohenlimburger erlernte zunächst das Handwerk des Malers und Lackierers und war als Geselle viele Jahre lang tätig. Mit 35 Jahren absolvierte Ottke noch eine zweite Ausbildung, erlernte das Handwerk des Ofenbauers. In diesem Beruf war er über zehn Jahre lang aktiv. Doch dann entschied Ottke, sich anderweitig zu orientieren. Er bündelte seine gesamte Berufserfahrung und gründete sein jetzt noch kleines Unternehmen. Er lebt, wie er sagt, von Mundpropaganda. „Ich bin zufrieden“, sagt Thomas Ottke. „Ich habe mein Auskommen und das reicht doch auch“. Und da er bislang nur zufriedene Kunden habe, wolle er sich auch nicht beklagen. Ottke handelt nicht ganz so mutterseelenallein: Für die Büroarbeiten zeichnet seine Lebensgefährtin Ute Kother verantwortlich. Aber auch sie ist der Überzeugung, dass der Schritt in die Selbständigkeit der richtige gewesen sei.

Ottke hat mittlerweile Kunden aus fast dem gesamten Kreisgebiet. „Und da bin ich richtig stolz drauf“, sagt er. ▪ hb

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare