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Sekundarschule stellt am Kennenlerntag Wahlpflichtfächer vor

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Von: Thomas Krumm

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„Sägen, Schleifen und Bohren“ hieß es im Technikraum, in dem Interessierte Weihnachtsbaumanhänger sägen konnten.
„Sägen, Schleifen und Bohren“ hieß es im Technikraum, in dem Interessierte Weihnachtsbaumanhänger sägen konnten. © Krumm, Thomas

Viele Eltern und Kinder der vierten Klasse der Grundschulen nutzten am Samstag die Gelegenheit zum Kennenlernen der Sekundarschule Am Holensiepen in Nachrodt.

Nachrodt-Wiblingwerde – Schulleiterin Gudrun Reinecke-Bartelt und Frank Schölzel, Abteilungsleiter für die Klassen 8 bis 10, machten deutlich, dass die Sekundarschule mit ihren beiden Standorten in Nachrodt und Altena eine „Schule des gemeinsamen Lernens für alle“ ist – mit Abschlüssen bis hin zur Qualifikation für die gymnasiale Oberstufe.

Die Schule ist dafür mit einem differenzierten Wahlpflichtbereich ab der siebten Klasse gut gerüstet: Die Schüler wählen dann ein viertes Hauptfach: Zur Wahl stehen die Fächer „Darstellen und Gestalten“ mit den Teilbereichen Musik, Kunst und Deutsch, Arbeitslehre mit den beiden Teilbereichen Hauswirtschaft und Technik, Französisch, um mit der zweiten Fremdsprache eine wichtige Qualifikation für das Abitur zu erlangen, und das weite Feld der unter dem Kürzel „MINT“ zusammengefassten Fächer: Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Hier gibt es Schwerpunkte in den Naturwissenschaften und in der Informatik. Die Sekundarschule hat hier viel zu bieten: Gudrun Reinecke-Bartelt freut sich darüber, dass an ihrer Schule drei ausgebildete Informatik-Lehrer tätig sind. Darüber hinaus läuft eine Bewerbung um besondere Fördergelder, um „MINT-Schule“ zu werden.

Am Begrüßungstag begann die Vorbereitung auf die wichtige Entscheidung im Wahlpflichtbereich ab Klasse 7: In der Schulküche standen die Schüler vor sechs verschiedenen Mehlsorten, kosteten Milch unterschiedlicher Qualität und waren mit den Geheimnissen eines Spülbeckens konfrontiert. Im Technikraum war „Sägen, Schleifen und Bohren“ angesagt. Die jungen Besucher hatten Gelegenheit, selber eine Stichsäge in die Hand zu nehmen und ein Sperrholzbrettchen in einen Weihnachtsbaumanhänger zu verwandeln.

Währenddessen stärkten sich die Eltern im „Come-together-Café“ der dazugehörigen AG mit exzellenten Waffeln und Kaffee. In „Darstellen und Gestalten“, einem Fach für alle, die Freude an Musik, Theater und künstlerischem Gestalten haben, ging es um das pantomimische Darstellen von Adjektiven. Die Entscheidung für eine zweite Fremdsprache wurde nicht nur mit dem möglichen Wechsel zum Gymnasium, sondern auch mit den damit verbundenen Auslandsreisen schmackhaft gemacht. Nach dem Ende der rigorosen Corona-Einschränkungen sind auch diese wieder möglich.

Im neuen Naturwissenschaftsraum veranschaulichten kleine überraschende Experimente und die theoretische Erklärung ihrer Ergebnisse das problemorientierte Arbeiten, das sich am Anfang ungeachtet der Grenzen der Fächer Physik, Chemie und Biologie hinweg seine Wissensfelder erschließt. Erst ab der neunten Klasse wird auch im Stundenplan zwischen den drei Disziplinen differenziert.

Kleine programmierte Roboter-Fahrzeuge flitzten durch den Informatikraum. Hier gab es für die jungen Besucher Gelegenheit, sich spielerisch den Herausforderungen des Programmierens zu nähern. Informatiklehrer machten die Qualitäten ihres Faches deutlich, warnten aber auch vor falschen Entscheidungen, die nur aufgrund einer vorhandenen Affinität zum Internet getroffen werden.

Inzwischen gibt es an der Sekundarschule auch Tablet-Klassen, wobei die Rechner öfter mal beiseite gelegt werden. Die Leistungen eines Geodreiecks muss man praktisch und nicht an einem Bildschirm erproben. Und auch die Handschrift darf unter dem Tastendruck nicht leiden.

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