Seine Züchtungen sind in ganz Europa begehrt

+
Kuh Qualle, Mitarbeiter Sandy Multhaup, Günter Buttighoffer, Dorothea Buttighoffer und Johannes Frizen. -

NACHRODT-WIBLINGWERDE - Günter Buttighoffer hat eine in Züchterkreisen renommierte Auszeichung bekommen: Er erhielt den Hans-von-Bemberg-Preis 2009.

Akustisch umrahmt von lautstark muhenden Kühen und natürlich stilecht in einem abgeteilten Stück des Buttighofferschen Kuhstalls überreichte kein geringerer als Johannes Frizen, Präsident der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, gestern die Urkunde. Es war dort recht voll und viele Verbandsvertreter und einige Lokalpolitiker waren zugegen, um Buttighoffer zu beglückwünschen.

Frizen würdigte Buttighoffers Leistung und lieferte mit ein zwei prägnanten Sätzen eine Kurzvita von Buttighoffer, die viel über den Preisträger verriet: Dass er mit 22 Jahren bereits den Hof des Vaters übernommen hatte, dass er betriebswirtschaftliche Grundsätze mit zur Maxime seiner Betriebsführung gemacht habe und dass das jetzige Niveau seines Betriebes noch nicht das Ende der Entwicklung ist, darauf deute auch die Bautätigkeit hin. Auch Buttighoffers ehrenamtliches Engagement wurde nicht unerwähnt gelassen.

Buttighofers Milchvieh- und Zuchtbetrieb ist seit vielen Jahren ein Begriff in der Zucht der Rinderrasse Holstein Frisian. Das sind schwarzbunte Kühe, die viel Milch geben. Buttighoffer bestätigte es am Rande: Die Kuh Qualle gibt gut 50 Liter Milch am Tag, der Durchsschnitt liegt bei 20 Litern. Buttighoffers Kuhherde umfasst 90 Kühe, das Leistungsniveau liegt bei 11 Tonnen Milch je Kuh pro Jahr mit besten Fett- und Eiweißwerten. Aus der Herde wurden zahlreiche Kühe als Bullenmutter von nationalen und internationalen Zuchtorganisationen ausgewählt. Klare Sache, dass die wertvollen Tiere auf dem Buttighofferschen Hof eine besondere Pflege erfahren.

Zu den bislang größten Erfolgen Buttighoffers gehört in der Abteilung Rotbunt der Bulle Pandora, der bei der Rinder Union West als Vererber im Einsatz ist. 2005 erzielte Buttighoffer bei einer Sonderauktion der RUW für ein Jungrind das bisher ungeschlagen höchste Verkaufsergebnis. Bleibt noch Sandra zu erwähnen, die in Italien Platz 1 unter den Top-Kühen einnimmt. Buttighoffers Erkenntnis in all den Jahren der Zucht: „Eins plus Eins ergibt noch lange nicht zwei. Glück gehört auch dazu“.

Bei all den Reden, die gehalten wurden, bleibt die kurze Rede seiner Frau Dorothea (die ihm den Rücken freihält) haften, die ihren Mann in bewegenden Worten als zielstrebig, klar und kompetent - und bescheiden beschrieb. Ihr Appell zudem: Sie hoffe, dass die Rahmenbedingungen geschaffen werden, damit man „gute Lebensmittel im Einklang mit der Schöpfung“ erhalte.

- Peter von der Beck

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare