Sechs Teams des DRK stellten sich acht Aufgaben

DRK-Leistungsnachweis: Szene wie nach einem tatsächlichen Unfall.

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Ein Mann stürzt bei Arbeiten von einer Leiter, verletzt dabei eine zweite Person, ein Passant erleidet einen Schock. Das war nur ein Szenario, mit dem sich die Teilnehmer des DRK-Kreisleistungsnachweises am Wochenende beschäftigen mussten.

Ein weiteres: Ein Azubi verbrennt versehentlich mit einem Schweißgerät seinen Chef an der Hand, der Kollege, der Augenzeuge des Geschehens wird, stürzt daraufhin mit seinem Rollstuhl – zwei Schockpatienten und eine Verbrennungsopfer brauchen dringend medizinische Hilfe.

Zum ersten Mal wurde der Kreisleistungsnachweis in der Doppelgemeinde ausgetragen. Sechs Teams stellten sich den Aufgaben der realistischen Unfalldarstellung des DRK-Kreisverbands Altena-Lüdenscheid. Acht Aufgaben hatten die Rotkreuzler zu absolvieren. Abgefragt wurden dabei aber nicht nur Sanitätswissen und Erste-Hilfe-Leistungen, sondern auch Kenntnisse in Technik und Sicherheit, Betreuung, Blutspende und allgemeines Wissen über das Rote Kreuz. Unter anderem hatten die Teilnehmer zu beschreiben, wie das Zusammenspiel von internationalem und nationalem Roten Kreuz in einem fiktiven Land funktionieren sollte, in dem ein Bürgerkrieg tobt und sich zeitgleich eine Naturkatastrophe ereignet. Auch der logische Ablauf einer Nahrungsmittelausgabe sollte dargestellt werden. 40 Minuten hatten die Notfallhelfer Zeit, um jede an sie gestellte Aufgabe zu lösen.

Die meisten Punkte erreichten in diesem Jahr die DRKler aus Altena-Nachrodt, gefolgt von der ersten Mannschaft aus Brügge. Den dritten Platz belegten die Frauen und Männer der DRK-Mannschaft aus Schalksmühle-Plettenberg. Es folgten Brügge II und Werdohl.

Anne Klimpel vom DRK Altena-Lüdenscheid betonte allerdings: „Es war eine sehr knappe Entscheidung. Verlierer gibt es in diesem Sinne überhaupt nicht.“ Alle Gruppen hätten hervorragende Leistungen gezeigt und mehr als die erforderlichen 70 Prozent Leistungsnachweis erbracht, sagte sie. ▪ Von Susanne Riedl

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