Im Gartenhallenbad in Nachrodt

Kurse boomen: Hunderte Kinder lernen schwimmen 

Schwimmkurs im Gartenhallenbad in Nachrodt   mit den Schwimmlehrern Thomas Bergfeld und Sybille Löchel
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Schwimmkurs im Gartenhallenbad in Nachrodt mit den Schwimmlehrern Thomas Bergfeld und Sybille Löchel.

Die Nachfrage ist riesig, die Schwimmkurse boomen: 450 Anmeldungen gab es in Altena und Nachrodt, knapp 200 lernen nun in den Ferien schwimmen. Ein Besuch am Beckenrand.

Nachrodt-Wiblingwerde – Kopf unter Wasser, Augen auf und aus der Nase Luft blubbern: Wer traut sich? Fast alle. Es ist die erste spannende Übung für die Mädchen und Jungen im Rahmen der Aktion „NRW kann schwimmen“. In zwei Wochen können die Kinder wahrscheinlich stolz das Schwimmabzeichen „Seepferdchen“ in Empfang nehmen.

Bis dahin wird täglich trainiert – und zwar im Gartenhallenbad mit den Schwimmlehrern Thomas Bergfeld und Sybille Löchel, die fast im „Dauer-Schwimm-Lauf“ die Kurse leiten und jedem Kind ein gutes Gefühl für das nasse Element vermitteln.
110 Kinder werden täglich zwischen 8 und 14 Uhr in elf Lehrgängen unterrichtet.

450 Anmeldungen für Schwimmkurse

Ungefähr 50 weitere Kinder erlernen im Hallenbad in Dahle das Schwimmen. Täglich ab 15 Uhr finden im Gartenhallenbad zusätzlich die Schwimmkurse des Trägervereins Gartenhallenbad für die Kinder statt, die schon lange auf der Warteliste standen. Diplom-Sportlehrerin Barbara Rautenberg leitet hierfür vier Kurse mit je acht Kindern.

Mit 450 Anmeldungen gab es einen riesigen Ansturm auf die „NRW kann schwimmen“-Kurse. Doch auch, wenn in der dritten Ferienwoche weitere Unterrichtsstunden am Holensiepen für 80 Grundschüler beginnen, bleiben viele Kinder buchstäblich auf dem Trockenen.

Kinder aus dem ganzen MK bei Kursen in Nachrodt

Das Problem relativiert sich, „weil fast 50 Prozent der Anmeldungen hinten ‘runterfallen“, wie Sabine Karisch, Vorsitzende des Trägervereins Gartenhallenbad, erzählt. Manche Eltern würden beispielsweise ihre Kinder nur ungern um 8 Uhr morgens nach Nachrodt fahren, andere könnten die Fahrten ohnehin nicht organisieren.

Spannende Aufgabe: Abstoßen vom Beckenrand und dann im Wasser gleiten beim Schwimmkurs im Gartenhallenbad Nachrodt.

Für die Kurse „NRW kann schwimmen“ kommen die Kinder aus dem ganzen Märkischen Kreis nach Nachrodt. „Aber wer möchte, dass sein Kind schwimmen lernt, der kommt auch“, sagt Sabine Karisch. Sie verrät, dass es auch sehr engagierte Eltern gibt, die für eine komplette Grundschule die Touren organisieren.

Seepferdchen kein Freibrief

Unterdessen hüpfen die Mädchen und Jungen, die einen Platz ergattert haben, im Wasser, stoßen sich vorsichtig vom Beckenrand ab, üben mit bunten Schwimm-Brettern und -Nudeln und freuen sich über erste kleine Erfolge. Ziel ist das Seepferdchen.
„Aber man muss wissen, dass das Seepferdchen kein Freibrief ist. Es ist nur die Grundvoraussetzung erfüllt. Wichtig ist, dass die Eltern mit ihren Kindern dann immer wieder Schwimmen gehen. Nur dann kommt die Sicherheit“, sagt Sabine Karisch.

Für den Trägerverein sind die Kurse mit einem großen organisatorischen Aufwand verbunden – von den umfangreichen Hygieneregeln, die bis ins Detail eingehalten werden, ganz abgesehen. Denn für jedes Kind wird auch ein Erhebungsbogen ausgefüllt, auf dem notiert wird, was das Kind am Anfang und am Ende im Wasser kann und welches Abzeichen erreicht wurde.

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