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Schwerer Unfall im Lennetal: Auto kollidiert mit Intercity - Strecke wieder frei

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Von: Lydia Schmitz-Machelett, Markus Wilczek, Kristina Köller

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Am Bahnübergang Bachstraße stieß der Intercity 34 mit dem roten Renault zusammen.
Am Bahnübergang Bachstraße stieß der Intercity 34 mit dem roten Renault zusammen. © Lydia Machelett

Schwerer Unfall im Lennetal: Ein Auto ist mit einem Intercity zusammengestoßen, der auf der Ruhr-Sieg-Strecke unterwegs war. Es gibt eine Verletzte. Die Bahnstrecke und eine Straße waren gesperrt.

Update, 21.16 Uhr: Die Gleisen sowie die Bachstraße in Nachrodt sind nach dem Bahnunfall am Mittwochabend wieder freigegeben worden. Wie ein Sprecher der Bundespolizei Dortmund im Gespräch mit unserer Redaktion sagte, sei das Triebfahrzeug des involvierten Intercitys leicht beschädigt worden. Ein angeforderter Ersatzlokführer habe den Zug zum nächsten Abstellbahnhof gefahren.

Die Passagiere und der Lokführer, dessen Zug das Auto einer 19-Jährigen aus Nachrodt erfasst hatte, blieben unverletzt. Den Reisenden wurde aus dem Zug geholfen, ihre Weiterfahrt wurde mit Bussen organisiert. Die 19-Jährige Autofahrerin ist nach Angaben des Bundespolizeisprechers allenfalls leicht verletzt worden. Sie wurde - wie berichtet - ins Krankenhaus gebracht.

Die genaue Ursache des Unfalls ist noch Teil der Ermittlungen. Es handelt sich um menschliches Versagen - allerdings keinesfalls auf Seiten der Autofahrerin, wie der Sprecher betonte. Er bestätigte die ersten Erkenntnisse, nach denen der Bahnübergang nicht durch Absperrbänder gesichert war (siehe Erstberichterstattung).

Nachrodt: Schwerer Bahnunfall mit Intercity und Auto

[Erstmeldung vom 22. Dezember, 18.57 Uhr] In Nachrodt-Wiblingwerde ist am Mittwochabend gegen 18.15 Uhr ein Auto mit einem Intercity zusammengestoßen. Der Unfall ereignete sich am Bahnübergang Bachstraße. Die Fahrerin des roten Renaults, eine 19-Jährige aus Nachrodt, wurde verletzt. Nach einer medizinischen Erstversorgung vor Ort durch die Rettungskräfte, wurde die junge Frau ins Klinikum Lüdenscheid gebracht. Das schwer beschädigte Auto steht noch auf den Gleisen. Auch der IC steht noch an der Unfallstelle, die Fahrgäste müssen im Zug ausharren.

Die Bachstraße ist im unteren Bereich derzeit komplett für den Verkehr gesperrt, auch auf der Ruhr-Sieg-Strecke können noch für unbestimmte Zeit keine Züge fahren. Nach ersten Erkenntnissen soll der Zug den Bahnübergang passiert haben, obwohl die Absperrbänder nicht geschlossen waren. Die Schranken an diesem Bahnübergang sind wegen der Arbeiten an der Ruhr-Sieg-Strecke nach dem Juli-Unwetter außer Betrieb. Streckenposten sind für die Absicherung zuständig. Warum die Absicherung in diesem Fall wohl nicht geklappt hat, ist derzeit noch völlig unklar.

Intercity trifft Auto am Heck

Die junge Nachrodterin wollte in jedem Fall mit ihrem Auto von der Bachstraße nach links auf die Bundesstraße 236 abbiegen und stand dafür auf dem Bahnübergang, als plötzlich aus Richtung Nachrodt der Intercity heranrauschte, das Fahrzeug am Heck traf und einmal komplett um die eigene Achse drehte.

Das Auto wurde am Heck schwer beschädigt.
Das Auto wurde am Heck schwer beschädigt. © Lydia Machelett

Im Intercity, der in Richtung Altena unterwegs war. befinden sich 60 Fahrgäste, von denen bei der Kollision glücklicherweise niemand verletzt wurde. Auch der Zugführer und das weitere Bahnpersonal blieben unverletzt. Für die Fahrgäste wird nun ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Zwei Busse sind angefordert.

Notfallmanagement der Bahn vor Ort

Im Zug befinden sich unter anderem eine Frau mit Baby und Kinderwagen sowie ein älteres Ehepaar. Diese werden beim Aussteigen aus dem Intercity auf offener Strecke Hilfe von Polizei und Feuerwehr, die mit Kräften aus Nachrodt und Wiblingwerde im Einsatz ist, benötigen. Auch das Notfallmanagement der Bahn ist vor Ort.

Die Ruhr-Sieg-Strecke ist nach aufwendigen Reparaturarbeiten nach dem Juli-Unwetter erst seit Wochenbeginn wieder befahrbar. Seitdem ist auch die neue Intercity-Linie 34, die das Lennetal an den Fernverkehr anbindet, auf dieser Strecke unterwegs. Damit verläuft der Start der neuen IC-Linie mehr als unglücklich. Kamen die Züge in den ersten Tagen schon mehrfach verspätet oder auch gar nicht in den Bahnhöfen in Altena, Werdohl und Plettenberg an, passierte nun auch noch der heftige Zusammenstoß.

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