Schulsanierung kann richtig teuer werden

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In der Grundschule Wiblingwerde müssen Asbestbelastungen und Feuchteschäden beseitigt werden. ▪

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Seit Anfang des Jahres ist bekannt, dass einige Räume der Grundschule Wiblingwerde mit Asbest belastet sind. Jetzt liegt das Gutachten zu einer Sanierung vor. Daraus ist ersichtlich, dass eine umfassende Sanierung der Schule richtig teuer werden kann. Von Kosten bis zu 256 000 Euro ist die Rede.

Im Kellergeschoss sind teilweise stark beschädigte as-besthaltige Rohrummantelungen festgestellt worden, so dass die krebserregenden Fasern des Stoffes praktisch ungehindert in die Raumluft gelangen konnten. Wenn diese Räume in Zukunft wieder für die Kinderbetreuung genutzt werden sollten, müssten die Rohrummantelungen komplett entfernt und die Räume sowie die komplette Einrichtung gründlich gereinigt werden. Das würde laut Gutachten Kosten in Höhe von rund 55 000 Euro verursachen. Würden die Kellerräume dagegen lediglich sporadisch zu Wartungszwecken begangen, wäre eine gründliche Reinigung ausreichend – Kosten: rund 3000 Euro sowie alle zwei Jahre 1000 Euro für eine fällige Untersuchung.

Darüber hinaus hat die Gutachterin im Keller umfassende Feuchtigkeitsschäden festgestellt. Auch hier gilt: Wenn sich dauerhaft Kinder in den Räumen aufhalten sollen, muss umfassend saniert werden. Das würde Kosten in Höhe von 116 000 bis 145 000 Euro verursachen. Selbst die Behebung nur der schlimmsten Schäden an den Abwasserleitungen würde schon 20 000 Euro kosten. Die Gutachterin empfiehlt in diesem Zusammenhang eine Überplanung der gesamten Entwässerung auf dem Schulgrundstück sowie die Sanierung der Leitungen in Heimatstube und Haferkiste. Das würde noch einmal rund 43 000 Euro kosten.

Die in zwei Klassenzimmern festgestellte Geruchsbelästigung geht laut Gutachten vom Fußboden aus und könnte durch einen neuen Bodenbelag mit einem Kostenaufwand von 7500 Euro eingedämmt werden. Um die Feuchteschäden am Dachstuhl und die Belastung des Dachgeschosses sowie des dort gelagerten Schulmaterials durch polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) eliminieren, müssten laut Gutachten weitere 49 000 Euro aufgewandt werden.

Am Mittwoch, 4. Mai, wird sich der Planungs- und Bauausschuss der Gemeinde mit dem Thema befassen und dem Rat eine Empfehlung aussprechen, in welchem Umfang die Sanierungsarbeiten durchgeführt werden sollen. ▪ vg

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