Schönheit statt Tristesse

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Dezernent Benjamin Heyn (links) und Karl-Heinz Kordel von der Bezirksregierung überreichten den Zuwendungsbescheid für die Neugestaltung der Außenanlagen an der Sekundarschule an Bürgermeisterin Birgit Tupat.

Nachrodt-Wiblingwerde - Er haut wahrlich nicht vom Hocker, der Schulhof der Sekundarschule. Doch wo jetzt Tristesse, fast ein ästhetischen Eindruck der Traurigkeit herrscht, werden ab 2019 Ideen der Schüler und Schülerinnen umgesetzt, die sie in einem Workshop erarbeitet haben. Möglich macht das eine Förderung aus dem Städtebauprogramm „Investitionspaket Soziale Integration im Quartier“.

Benjamin Heyn, Dezernent der Bezirksregierung Arnsberg, und sein Kollege Karl-Heinz Kordel überreichten den Zuwendungsbescheid an die sichtlich begeisterte Bürgermeisterin Birgit Tupat. 235800 Euro gibt es für das Vorhaben in Nachrodt-Wiblingwerde. Die Förderung entspricht 90 Prozent der Gesamtkosten, wobei sich der Bund mit 196500 Euro und das Land NRW mit 39300 Euro beteiligen.

 Insgesamt werden 66 Projekte in 60 Kommunen mit einer Förderung bedacht – dass Nachrodt-Wiblingwerde als einzige Kommune des Märkischen Kreises dabei ist, macht die Bürgermeisterin natürlich stolz. „Dadurch, dass wir die Kinder eingebunden haben, gibt es ganz andere Ideen als wir sie uns wahrscheinlich vorgestellt hätten“, so Birgit Tupat.

Die Sekundarschüler wünschen sich zum Beispiel ruhige Zonen zum Entspannen und Wohlfühlen – inklusive Hängematten, Bänke und Bäume, aber auch sportliche Bereiche zum Klettern mit Hüpfmatten, Turnstangen und Trampolin. Mit Unterstützung von Landschaftsarchitektin Rebekka Junge und ihrem Kollegen Dennis Homann wurden die besten und möglichen Vorschläge zusammengefasst.

„Wir wünschen uns immer Öffentlichkeits- und Nutzerbeteiligung. Und das ist ein Aspekt, der das Projekt hier auszeichnet“, sagt Benjamin Heyn, der sich auch vor Ort am Holensiepen umschaute. „Der Schulhof wird ein attraktiver Spiel- und Begegnungsort und damit einen positiven Beitrag zur Integration von Kindern und Jugendlichen aus allen Bevölkerungsschichten leisten“, ist er sich sicher.

Und: Ziel ist es auch, die Fläche nicht nur während des Schulbetriebs, sondern auch danach als Begegnungsort und „Arena“ für kulturelle Veranstaltungen zu nutzen. Die Antragsflut für das Förderprogramm war gewaltig. „Fünffach überzeichnet“, sagt Karl-Heinz Kordel. Für den Regierungsbezirk Arnsberg standen elf Millionen Euro zur Verfügung – 17 Projekte werden gefördert, darunter auch eine Sportbegegnungs- und Freizeitanlage in Bochum und ein Kinder- und Jugendsportpark in Dortmund. „Wir würden die Ideen natürlich gern im nächsten Jahr umsetzen. Zumindest damit starten“, sagt Birgit Tupat. An der Sekundarschule wird 2019 auch die dritte Dachfläche saniert. Die Neugestaltung der Außenanlagen kann nicht zeitgleich stattfinden. Kein Problem: „Die Gelder des Zuwendungsbescheides strecken sich über vier Jahre“, erklärte Benjamin Heyn.

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