Schulfrei wegen Coronavirus: Betroffene Mutter berichtet

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Sabrina Lippert arbeitet bei der Gemeinde - und muss nun selbst für die Betreuung ihrer Kinder sorgen.

Nachrodt-Wiblingwerde – Sabrina Lippert muss ihre beiden Töchter  nun zuhause betreuen. Die Awo-Kita hat - wie alle anderen in NRW - ab Mittwoch geschlossen.

Sabrina Lippert gehört zu jenen, die von der landesweiten Schließung der Kindertagseinrichtungen betroffen ist. Die beiden Töchter der Flüchtlingsbetreuerin der Gemeinde besuchen den Awo-Kindergarten an der Geschwister-Scholl-Straße. 

Jetzt muss Lippert dafür sorgen, dass die Mädchen betreut werden. Dabei ist sie nach eigenen Worten aber in einer vergleichsweise komfortablen Situation. „Ich würde wohl zu den Schlüsselpersonen gehören“, sagt sie mit Blick auf eine mögliche Notbetreuung.

Mann im Homeoffice 

Doch die werde sie wohl nicht in Anspruch nehmen müssen, sagt Lippert. Ihr Mann könne Teile seiner Tätigkeit ins Homeoffice verlagern, und da er eine halbe Stelle bekleidet, biete sich diese Option an. „Da kann man dann schon die Homeoffice-Stunden drumherum bauen.“ Für den Notfall stünden zudem die Großeltern parat, auch wenn sie wisse, dass von dieser Lösung abgeraten wird. „Wenn sie ihre Enkel sehen wollen, wollen sie ihre Enkel sehen.“ 

„Ich bin insgesamt eher entspannt“, sagt Lippert. Es gebe auch Freunde und Bekannte, sowie – und das sei durchaus wichtig – mit der Gemeindeverwaltung einen familienfreundlichen Arbeitgeber. „Wenn es gar nicht anders geht, dann kann ich die Kinder auch mit ins Büro nehmen.“ 

Entscheidung von Tag zu Tag

Sie und ihr Mann würden nun von Tag zu Tag entscheiden. Eines sei klar: „Alleinerziehende trifft es viel härter.“ Die Sozialarbeiterin und Sozialpädagogin hat in der Gemeindeverwaltung die Aufgabe übernommen, sich in erster Linie um jene in der Doppelgemeinde lebenden Flüchtlinge zu kümmern, die sich im laufenden Verfahren befinden.  

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