Schulbeginn mit kleinen Hindernissen

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Hausmeister Wilhelm Mestekämper (Mitte) bringt mit den Reinigungskräften Regina Langer, Marina Görg, Karima Bekhaha und Karin Schröder (v.l.) die Albert-Schweitzer-Hauptschule auf Hochglanz. ▪

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Für die Schüler enden die Ferien erst am Mittwoch, Lehrer und Hausmeister arbeiten in den Schulen dagegen schon seit einigen Tagen für einen reibungslosen Start ins neue Schuljahr. Dennoch: Ganz ohne Probleme wird es nicht überall vonstatten gehen.

An der Albert-Schweitzer-Hauptschule haben organisatorische Arbeiten die letzten Tage bestimmt. Dazu gehörte auch das Erstellen der neuen Stundenpläne, die Schulleiter Rüdiger Grote gestern an das Lehrerkollegium ausgegeben hat. So soll gewährleistet sein, dass der Fachunterricht am Mittwochmorgen nach einer kurzen „Warmlaufphase“ direkt anlaufen kann. Sorgen bereitet Grote jedoch der Nachmittagsunterricht. Nachdem während der Ferien der vorzeitige Pensionsbescheid für Friedhelm Dunkel eingetroffen ist, hat die Schule noch keinen Ersatz für den Englisch- und Deutschlehrer erhalten, der auch noch die Nebenfächer Geschichte, Erdkunde und Biologie unterrichtet hat. „Deshalb können wir vorerst montags keinen Nachmittagsunterricht geben, er bleibt auf Mittwoch und Donnerstag beschränkt“, sagt der Schulleiter und bedauert das: „Immerhin sind ja auch die Eltern auf den Ganztagsbetrieb an drei Tagen eingestellt.“

Mit personellen Problemen hat auch die Grundschule Wiblingwerde zu kämpfen. Hier gibt es noch immer keinen Ersatz für die Frühjahr ausgeschiedene Schulleiterin Anja Ihme. Johannes Illerhaus ist zwar als Interimsleiter der Schule eingesprungen, übernimmt aber nur die reinen Verwaltungsaufgaben und unterrichtet nicht selbst. Dadurch fehlen ihm nun 18 Wochenstunden, um einen lückenlosen Stundenplan erstellen zu können. „Wir können zwar einen Unterricht ohne nennenswerte Kürzungen gewährleisten, aber es muss dennoch eine Lösung gefunden werden“, sagt Illerhaus, dessen Schulleitertätigkeit in Wiblingwerde gerade bis zum 31. Juli 2012 verlängert worden ist. So lange wird er also beide Grundschulen der Doppelgemeinde leiten – es sei denn, auf die erneut ausgeschriebene Rektorenstelle in Wiblingwerde bewirbt sich endlich jemand. Die Bewerbungsfrist läuft am 10. Oktober ab. „Der Schule wäre zu wünschen, dass sich jemand findet, der hier auch unterrichten kann“, sagte Illerhaus.

Personalsorgen sind das eine, Illerhaus ist aber auch mit dem baulichen Zustand der Wiblingwerder Schule nicht zufrieden. Die Sommerferien sollten eigentlich dazu genutzt werden, im Dachgeschoss einen Lagerraum für Unterrichtsmaterial herzurichten. Diese Arbeiten sind zwar vielversprechend angelaufen, dann aber ins Stocken geraten. Jetzt muss während der Schulzeit weitergearbeitet werden – Lärmbelästigungen für die Schüler dürften kaum zu verhindern sein. Immerhin konnte die Sanierung der Jungentoilette im Keller der Schule fristgerecht abgeschlossen werden.

Solche Schwierigkeiten galt es an der Albert-Schweitzer-Hauptschule nicht zu meistern. Hier musste Hausmeister Wilhelm Mestekämper zusammen mit einigen Reinigungskräften „nur“ das gesamte Gebäude gründlich säubern. Auch einige Renovierungsarbeiten fielen an, insbesondere im zukünftigen Klassenraum des fünften Schuljahrs. Über Arbeitsmangel kann sich Mestekämper dennoch nicht beklagen, den auch an der Albert-Schweitzer-Hauptschule bleibt aufgrund knapper Kassen immer mehr am Hausmeister hängen. „Ich renoviere praktisch die ganze Schule von oben bis unten“, beschreibt Mesterkämper seine Tätigkeit, die ihm aber Spaß bereite: „Das ist eine schöne, abwechslungsreiche Arbeit“, sagt er. ▪ vg

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