Im Betreuungsangebot fehlen Plätze

Im Betreuungsangebot für Wiblingwerder Grundschülerist zu wenig Platz. (Symbolfoto).

Nachrodt-Wiblingwerde - Die begrenzte Anzahl von Plätzen in dem Betreuungsangebot „8 bis 1“ sorgt offenbar für Unmut unter Wiblingwerder Eltern. Weil für das gerade begonnene Schuljahr 32 Kinder angemeldet worden waren, aber nur Platz für 25 ist, musste im Losverfahren entschieden werden, wer berücksichtigt werden kann.

AmDienstag war die „8 bis 1“-Betreuung Thema im Schulausschuss der Gemeinde, und hier äußerte sich vor allem SPD-Ratsherr Matthias Lohmann kritisch über die Art und Weise, wie die Gemeindeverwaltung mit den Bedürfnissen der Eltern umgehe. „Wir wollten doch um den Erhalt des Grundschulstandortes Wiblingwerde mit allen Mitteln kämpfen. So gehen uns aber Kinder verloren“, sagte er und nannte das Beispiel zweier Kinder, die an eine Lüdenscheider Grundschule abgewandert seien. Dabei gebe es die Möglichkeit, Kinder berufstätiger Eltern nach der Schule in einer Tagespflegestelle unterzubringen. „Warum wurde den Eltern diese Alternative nicht aufgezeigt“, fragte Lohmann in Richtung der Verwaltung. Die infrage kommende Tagespflegestelle befinde sich in Brenscheid, so dass deren Inanspruchnahme am Transport der Kinder scheitere, wies Kämmerin Gabriele Balzukat Vorwürfe zurück.

Doch auch von der anderen Seite gab es Kritik an der Verwaltung, die auf eine Arbeitgeberbescheinigung, dass Eltern auf eine Betreuung ihrer Kinder angewiesen sind, verzichtet. Der Verwaltungsaufwand dafür sei unangemessen hoch, hatte die Verwaltung begründet. Dennoch solle darauf nicht verzichtet werden, forderte CDU-Ratsherr Lars Wygoda.

Während sich Politik und Verwaltung über Verfahrens-und Verwaltungswege auseinandersetzten, brachte Manuela Witt, Schulpflegschaftsvorsitzende der Grundschule Wiblingwerde, eine unbürokratische Lösung ins Gespräch. Nicht alle Eltern seien auf die „8 bis 1“-Betreuung an allen Wochentagen angewiesen, berichtete sie aus Gesprächen. Da sei es doch möglicherweise naheliegend, dass sich zwei Familien einen Betreuungsplatz teilen, regte sie an. Kämmerin Balzukat schien für eine solche Regelung offen zu sein: Betroffene Eltern, für die eine solche Lösung infrage komme, sollten sich im Amtshaus melden, gab sie der Schulpflegschaftsvorsitzenden mit auf den Weg.

Einen anderen Ansatz verfolgte der Ausschussvorsitzende Klaus-Dieter Jacobsen (CDU), der an die Fairness der Eltern appellierte: Wer einen Betreuungsplatz ergattert habe, solle sich selbstkritisch hinterfragen, ob er ihn wirklich benötige. Solche Fälle soll es geben in Wiblingwerde... - Volker Griese

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