Schützenhilfe für Scheffler und Schröder

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Awo-Vorsitzende Christel Stock, Siegfried Kruse mit der Urkunde für 25-jährige Mitgliedschaft, Carina Gödecke und Michael Scheffler. ▪

NACHRODT-W‘WERDE ▪ Ordentlich Schützenhilfe gab es am Montag für die beiden sozialdemokratischen Kandidaten, die sich am nächsten und am übernachsten Sonntag zur Wahl stellen. Statt eines Spielnachmittags der Awo ging es im Haus Hagener Straße 96 um Kommunales und um Landespolitik – und ein wenig um den Bund.

Carina Gödecke, war gekommen, bis zur Auflösung des Düsseldorfer Landesparlamentes dessen erste Vizepräsidentin. „Wir sind guten Mutes“, sagte die Bochumerin, „dass wir das Land weiter nach vorne bringen können.“ Die 53-Jährige, deren Herz nach eigenen Angaben für die Bildungs- und die Jugendpolitik schlägt hatte auch auf kommunalpolitische Fragen Antworten, war sie doch bis zur Auflösung des Landtages Vorsitzende des Ausschusses für Kommunapolitik und damit unmittelbar an der Entwicklung des Stärkungspaktes Stadtfinanzen beteiligt, an dem auch Nachrodt-Wiblingwerde teilnimmt. Sie wisse gleichwohl, dass es nicht alleine in der Macht des Landes stehe, alle Kommunen zu retten, aber der Stärkungspakt könne zumindest einen wichtigen Beitrag dazu leisten.

Gödecke verwies weiter auf gemeinsam mit Michael Scheffler gefällte sozialpolitische Entscheidungen wie die Abschaffung der Studiengebühren und das beitragsfreie letzte Kindergartenjahr, beides Elemente einer „guten Bildungspolitik“. Auch die Sekundarschule mit ihrem längeren gemeinsamen Lernen zähle dazu. Dagmar Freitag (MdB) outete sich als Nachrodter Mädchen – „ich bin hier in den Kindergarten gegangen“ – und Schulfreundin Michael Schefflers. Freitag betone, dass man alles daran setzen müsse, eine hohe Wahlbeteiligung zu erreichen. Das würde dazu führen, dass die FDP an der Fünf-Prozent-Hürde scheitere. Gefahr drohe dagegen durch die Piraten. Mit Blick auf den stärksten politischen Gegner, die Union, sagte Freitag: „Ich weiß, dass Hannlore Krafts Herz an Nordrhein-Westfalen hängt. Norbert Röttgens Herz aber hängt an der Macht, in Berlin.“

Hinsichtlich der Wahlbeteiligung in der Doppelgemeinde sei ihm nicht bange, bekräftigte BM-Kandidat Gerd Schröder. Nachrodt-Wiblingwerde zeige sich da stets über dem Landesdurchschnitt. Zudem stimme ihn eine Tatsache optimistisch: „Wir haben kommunal oft gut abgeschnitten.“

Besondere Aufmerksamkeit möchte Schröder darauf verwenden, den Haushalt der Gemeinde „in den Griff zu bekommen, damit wird wieder handlungsfähig werden.“ Ein Teilaspekt sei hier das Gartenhallenbad, das man in eine Betreibergesellschaftt einbinden könne.

Darüber hinaus hat er sich vorgenommen, die Zahl der Einwohnerversammlungen wieder zu erhöhen. Er habe die Erfahrung gemacht, dass – wenn schon geringe Ressourcen vorhanden seien – die Einwohner gerne mitreden möchten. ▪ tk

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