Schützen freuen sich über ordentlichen Zuwachs

Konzentration und eine ruhige Hand sind gefragt.

NACHRODT - 570 Ostereier sind beim Schießclub Nachrodt-Wiblingwerde (SC) „über den Tisch“ gegangen. Denn in dessen Vereinsräumlichkeiten fand traditionell das Ostereierschießen statt. „Wir haben jedes Jahr großen Zulauf. Wir haben festgestellt, dass die Zahl der Gäste jährlich kontinuierlich steigt“, sagte die erste Vorsitzende, Annegret Klatt. Zwischenzeitlich sei das Vereinsheim neu bestuhlt worden.

Hinzu käme, dass man eine bessere Raumaufteilung gewählt habe. So könne man mehr Personen Platz bieten, als all die Jahre zuvor. Trotzdem herrschte am Freitagabend Platzmangel. Denn fast 80 Personen sorgten dafür, dass sämliche, vorhandenen Stühle auch besetzt waren. Die wenigen, leeren Sitzgelegenheiten gehörten den Schützen, die sich jeweils auf dem Schießstand befanden.

Geschossen wird auf eine Scheibe. Der Schütze erhält pro Runde 15 Schuss, kann damit maximal 150 Punkte erzielen. Erreicht er mindestens 136 Punkte, sind ihm zehn Ostereier sicher. Diese Anzahl dezimiert sich jedoch, je weniger Punkte erreicht werden. Die einzigen, die keine Chance auf den Gewinn von Ostereiern hatten, waren die Mitglieder des SC. Sie schossen ausser Konkurrenz mit. Daher hatten die Gäste des Clubs das Vorrecht. Dem besten Gastschützen winkte zusätzlich zu den erworbenen Ostereiern eine Siegesprämie in Höhe von 30 Euro.

Geschossen wurde 78 mal, das war die beste Beteiligung seit Jahren. Im Vorjahr waren es 72 Schützen. 550 Eier gingen dabei weg.

Bester Gastschütze war wie im vergangenen Jahr Dieter Maier aus Altena mit 142 Ringen. Er bekam die 30-Euro-Prämie. Zweiter war Volker Pöskes mit 138 Ringen, den dritten Platz teilten sich Sabine Niggemann und R. Rybarczyk mit 137 Ringen.

Außer Konkurenz waren Gunnar Kramors und Gerd Renner mit 145 Ringen vom SC die Besten.

Der SC ist ein kleiner, aber sehr rühriger Verein und wird auch sportlich von seinen Gegnern erstgenommen. „Wir haben lediglich 23 Mitglieder“, erklärte Klatt. Andere Vereine kämen auf eine höhere Kopfzahl. „Trotzdem wird man in Wettbewerbskreisen immer wieder auf uns aufmerksam“, sagt die Vorsitzende stolz. „Wir können nämlich als einziger Schießclub in der weiteren Umgebung fünf Mannschaften stellen und haben dann immer noch drei Reserveschützen.“ Eine Mannschaft bestehe aus vier Schützen. „Und bei Wettkämpfen sind wir so gut wie immer vollzählig vertreten.“

Derzeit befinden sich die Schützen des SC mitten in den Rundenwettkämpfen innerhalb der Kreisklasse. Dort, so Klatt, hätte man sich bisher sehr gute Platzierungen erkämpfen können. Man sei bislang sehr zufrieden. Der letztjährige Erfolg bei den Kreismeisterschaften war einer der bedeutensten der letzten Jahre. „Aber dieses Jahr waren wir noch besser. Es sieht so aus, als ob wir uns von Jahr zu Jahr steigern könnten“, sagte die Vorsitzende.

Um im Verein mitzumachen, benötigt man kein eigenes Luftgewehr. Der SC verfügt über mehrere dieser Sportgeräte und stellt sie Neueinsteigern gern zur Verfügung.

Wenn man Interesse am Schießsport hat, sollte man sich einfach mal an einem Dienstagabend ab 20 Uhr an der Lennehalle einfinden. Der Eingang zu den Vereinsräumen befindet sich auf deren Rückseite. „Gäste sind uns jederzeit willkommen“, erklärte Geschäftsführer Erich Paternusch. „Und wir fördern jeden, der sich für unseren Sport interessiert. Insbesondere über Jugendliche würden wir uns freuen.“

Man kann daher kostenfrei zunächst einfach nur mal „schnuppern“. Die Sportwaffen werden gestellt. Anmeldungen zu den Trainingsabenden sind nicht notwendig. Wer Interesse hat, sollte einfach vorbeischauen. „Wir sind wie eine große Familie, verstehen uns auch im privaten Bereich echt gut“, sagte Paternusch. Und da müsse sich eigentlich auch jeder „Neue“ wohlfühlen. - hb

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