Drei Tatorte

Schüsse auf Auto und Fenster im MK: Wer kennt den Täter?

Mit einer Luftpistole könnte der Unbekannte geschossen haben.
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Mit einer Luftpistole könnte der Unbekannte geschossen haben.

Drei Tatorte, auffällige Gemeinsamkeiten und eine große Hoffnung: Dass jemand einen entscheidenden Tipp geben kann, wer derzeit im MK auf Fenster und Autos schießt.

Denn noch ist unklar, wer für mehrere Schüsse auf Fensterscheiben von Häusern und einem Auto verantwortlich ist. Da sich die Fälle „in einem zeitlich und räumlich nahen Kontext“ abspielten, könnte es sich durchaus um einen Täter handeln, wie Christoph Hüls, Sprecher der Polizei im MK, auf Nachfrage sagt.

Auf die Spur des Unbekannten brachte die Bewohnerin eines Hauses an der Niemöllerstraße in Nachrodt die Beamten. Zweimal hintereinander knallte es am Sonntagabend (14. Februar) laut in ihrer Wohnung. Am nächsten Morgen bemerkte sie Löcher in den Fensterscheiben in ihrer Wohnung. Die Polizei geht davon aus, dass mit einem Luftgewehr oder einer Luftpistole auf das Fenster gezielt wurde.

Auf Autoscheibe geschossen: Halter meldet sich bei Polizei

Aufgrund der Berichterstattung meldete sich dann ein zweiter Betroffener bei der Polizei. Er gab an, dass eine Scheibe seines Autos ebenfalls beschossen wurde, berichtet Hüls. Der Vorfall ereignete sich bereits im November 2020 an der Hagener Straße (B 236), wo der Mann seinen Wagen abgestellt hatte.

Er hatte den Fall allerdings damals nicht sofort bei der Polizei gemeldet und die Autoscheibe reparieren lassen, sodass „wir kaum Spuren sichern konnten“, sagt Hüls. Auch Projektile fanden die Beamten nicht.

Steinschleuder kommt als „Waffe“ in Frage

Auch nicht am dritten Tatort. Schusslöcher weist nämlich ebenso ein Schaufenster im Häuser-Komplex gegenüber der Sparkassen-Filiale in Nachrodt an der B 236 direkt hinter der Lennebrücke auf. Auch dort durchschlug das Geschoss die Scheibe nicht, auch dort fand sich kein Projektil. Den Vorfall meldete der Ladenbesitzer am 8. Januar bei der Polizei. Auch in Lüdenscheid gab e seine Reihe von Schuss-Attacken.

Möglich sei auch, dass es sich bei der Waffe nicht um Luftgewehr oder -pistole, sondern um eine Steinschleuder handelt, mit der Unbekannte harte Gummigeschosse auf Autos und Fenster abfeuern. Die Polizei ermittelt wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung. Denn „der Täter nimmt wissentlich in Kauf, dass jemand verletzt wird“, betont der Polizeisprecher.

Täter könnte mit Taten prahlen

Nun hofft die Polizei, dass jemand den Täter gesehen hat oder bei einer Tat erwischt. Zumal er sich mit dem Ladenlokal und Wagen an der Bundesstraße belebte Ecken der Doppelgemeinden ausgesucht hat. „Möglicherweise kennt jemand jemanden, der eine solche Waffe oder Steinschleuder hat oder der Täter prahlt mit seinem Handeln“, sagt Hüls. Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizei in Altena unter Telefon 0 23 52/9 19 90 zu melden.

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