Verkehrsplaner lenken bei Schülerverkehr kaum ein

Der MVG-Schülerverkehr ist am Dienstag Thema im Schulausschuss der Gemeinde.

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Es deutet einiges darauf hin, dass die Gemeinde neue Abfahrtszeiten der Schulbusse wird schlucken müssen, obwohl sich dadurch Probleme im Unterrichtsablauf und im Fahrplan des Bürgerbusses ergeben würden.

Der Märkische Kreis hatte im vergangenen Jahr ein Berliner Verkehrsplanungsunternehmen mit der Optimierung des durch die Märkische Verkehrsgesellschaft (MVG) abgewickelten Schülerverkehrs beauftragt. Dabei herausgekommen sind für Nachrodt-Wiblingwerde Abfahrtzeiten, die an drei der vier Schulen im Gemeindegebiet einen neuen Unterrichtsbeginn zur Folge hätten. Dagegen regte sich im Dezember im Schulausschuss Widerstand und auch Johannes Illerhaus, Leiter der Grundschule in Nachrodt, kündigte Widerstand an. Anne Rohde, Leiterin der Sekundarschule hatte zudem angeregt, die älteren Schüler früher beginnen zu lassen, wenn schon kein einheitlicher Unterrichtsbeginn für die Realschule und das Burggymnasium in Altena sowie für die Sekundarschule in Nachrodt zu erreichen sei.

Die Gemeinde bezog daraufhin noch einmal Position und forderte die Verkehrsplaner auf, ihre Planungen für die Doppelgemeinde noch einmal zu überdenken. Die Antwort aus Berlin gibt jedoch wenig Anlass zu der Hoffnung, dass die Schulbusse demnächst zu günstigeren Zeiten fahren werden. Die von Anne Rohde angeregte Veränderung könnten sie „im aktuellen Fahrplan so nicht abbilden“, beschieden die Planer aus Berlin kurz und knapp. Mit Blick auf die kommende Verlagerung eines Teils des Sekundarschulunterrichts nach Altena wiesen sie noch darauf hin, dass durch versetzte Abfahrtzeiten für die beiden Standorte die Lehrer „effizienter pendeln“ könnten.

Auch die Forderung nach einer Überarbeitung des Fahrplans für die Grundschüler wiesen die Verkehrsplaner mit dem Hinweis zurück, dies sei „nicht ohne weiteres möglich“. Dabei zweifelten sie an, dass ein um zehn Minuten früherer Schulbeginn in Wiblingwerde einen gravierenden Eingriff in den Tagesablauf der Familien und die Organisation des Bürgerbusvereins bedeuten könnte. Auch einen um 15 Minuten verspäteten Unterrichtsbeginn an der Grundschule Nachrodt halten sie für verschmerzbar. Immerhin signalisieren die Berliner hier Diskussionbereitschaft: „Gut wäre ein Signal von Schule und Schulträger, welche maximale Verschiebung denkbar wäre“, heißt es in einem Papier für den Schulausschuss der Gemeinde, der sich in seiner öffentlichen Sitzung am Dienstag, 22. Januar, (17 Uhr, Grundschule Wiblingwerde) noch einmal mit dem Thema befassen wird. ▪ Volker Griese

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