Schrottdieb oder Glückspilz?

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Ist er ein Dieb oder einfach nur ein Glückspilz? „Das haben wir auf der Straße gefunden”, erklärte ein 53-jähriger Mann aus Nachrodt-Wiblingwerde am Donnerstagmorgen vor dem Altenaer Amtsgericht. Die Rede war von 250 Kilogramm Schrott im Wert von 500 Euro.

Laut Anklage hatte der Mann das Material gemeinsam mit seinem Sohn und einem Komplizen in den Abendstunden des 8. Januar von dem umzäunten Gelände der Einsaler Walzwerke gestohlen. Am Donnerstag sollten sich Vater und Sohn dafür vor dem Amtsgericht dem Vorwurf des Diebstahls in einem besonders schweren Fall stellen. Doch während der 53-Jährige brav auf der Anklagebank Platz nahm, fehlte vom Sprössling jede Spur. Der, so die Angaben des Vaters, halte sich derzeit nicht in Deutschland, sondern in Bulgarien auf.

Der 53-Jährige wirkte etwas neben sich. Als das Gericht ihm den Namen des Komplizen nannte, wusste der Angeklagte zunächst gar nicht, um wen es sich dabei handelte. Erst bei einem zweiten Versuch erinnerte er sich an den Mann. Sagen wollte er aber trotzdem nichts mehr.

Das Gericht reagierte prompt. Richter Dirk Reckschmidt vertagte die Verhandlung. Jetzt soll es einen neuen Termin geben, dann aber mit Zeugen. ▪ jape

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