Schröder folgt Fotiadis – mit Verzögerung

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Der stellvertretende Bürgermeister Michael Schlieck vereidigte am Montag Horst Schröder (links) als neues Ratsmitglied. Schröder tritt in der Gemeindevertretung die Nachfolge von Sascha Fotiadis an. ▪

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Ein neues Gesicht ist seit Montagsnachmittag in den Reihen des Gemeinderates zu sehen. Horst Schröder löste Sascha Fotiadis als Vertreter der Offenen Sozialen Liste (OSL) ab. Allerdings wäre es dazu beinahe nicht gekommen.

Fotiadis, der die Gründung der OSL im Juni 2009 initiiert hatte, gab berufliche Gründe für seinen Rückzug an. „Ich bin oft ausgerechnet montags verhindert, wenn die Sitzungen des Rates stattfinden. Dann ist es nur konsequent, das Mandat zurückzugeben“, sagte Fotiadis im Gespräch mit dem Altenaer Kreisblatt. Zudem erwäge er, seinen Wohnsitz nach Lüdenscheid zu verlegen. Damit müsste er dann sogar aus wahlrechtlichen Gründen aus dem Rat ausscheiden. Die OSL wolle er jedoch weiter unterstützen, sagte Fotiadis.

Nach Fotiadis‘ Ausscheiden rückt nun Horst Schröder von Platz zwei der Reserveliste nach. Allerdings wäre seine Vereidigung vor dem Gemeinderat am Montag beinahe gescheitert. Als der stellvertretende Bürgermeister Michael Schlieck den entsprechenden Tagesordnungspunkt aufrief, war der für Schröder vorgesehene Platz noch leer. Der OSL-Vertreter betrat den Sitzungsraum erst einige Minuten später. Der Rat hatte die Sitzung bereits fortgesetzt, zeigte sich aber kulant und holte die Verpflichtung des neuen Ratsmitgliedes nach.

Horst Schröder ist 49 Jahre alt und Tischlermeister von Beruf. Außerdem ist er in der Jugend- und Erwachsenenbildung tätig und beim Amateurtheater Brettken am Drögen Pütt aktiv. Bei der Kommunalwahl vor zwei Jahren hatte Schröder, der in Rennerde wohnt und Kassenwart der OSL ist, im Wahlbezirk 9 (Wiblingwerde) kandidiert, dort aber nur elf Stimmen geholt. ▪ vg

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