Musste sie verdursten?

Schon wieder verendete ein Tier am Dümpel - nun wird die Kuh obduziert

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Das ist die Kuh, die am Sonntag auf einer Weide am Dümpel gefunden wurde.

Nachrodt-Wiblingwerde - Ist sie verdurstet? Schon wieder ist eine Kuh am Dümpel verstorben. Das Tier, das mit Artgenossen auf der oberen Wiese vor dem Wald stand, wurde am Sonntag entdeckt. Das Kreisveterinäramt ist eingeschaltet. Die Kuh wird jetzt obduziert – damit durch die innere Leichenschau die Todesursache festgestellt werden kann.

 „Ich habe am Sonntagabend von einer Bekannten davon erfahren“, sagt Ordnungsamtsleiter Sebastian Putz, der sich sofort aufmachte, um sich persönlich von dem Drama am Dümpel überzeugen zu können. Und tatsächlich fand er das Tier.

 „Der Bachlauf war ausgetrocknet und ich habe auch keine Tränke gesehen“, sagt der Ordnungsamtsleiter, der dann seinerseits Kreis-Veterinärin Dr. Dorothee Klaas verständigte. Die Kühe haben auf der oberen Wiese nicht die Möglichkeit, irgendwie zur Lenne zu kommen. „Für mich als Laie ist natürlich nicht klar, was da passiert ist. Aber ich habe mich doch sehr geärgert, weil wir letzten Jahr zum Abtrieb eine Kuh hatten, die allein zurückblieb und später auch verendet ist. Die Zustände müssen untersucht werden“, so Ordnungsamtsleiter Sebastian Putz.

Wie das AK berichtete, war die Kuh qualvoll bei der Geburt ihres Kalbes gestorben. Was viele Bürger und Tierschützer übrigens vorhergesehen hatten. Bauer Eckard Höll hatte damals alle Vorwürfe zurückgewiesen. Und heute? Ist er nicht erreichbar.

Die jetzt verstorbene Kuh, so sagt Ulla Erkens, Pressesprecherin des Kreises, war bereits zwölf Jahre alt. Sie wird nun in der Tierkörperbeseitigungsanlage in Lünen untersucht. Auf der Weide gebe es Wasser an der Quelle und ebenso Futter. Die Rahmenbedingungen seien nicht so dramatisch wie angenommen.

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