Gut besuchte Info-Versammlung

Schnelles Internet und Gasversorgung für Veserde greifbar

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Gut besucht war die Info-Veranstaltung im Haus Holzrichter.

Nachrodt-Wiblingwerde - Veserde bekommt schnelles Internet – zumindest wenn mehr als 72 Haushalte mitmachen. Allerdings waren allein zu der Infoveranstaltung am Mittwochabend, 25. Januar,  mehr als 130 Veserder gekommen. Somit war das Dorf für wenige Stunden nahezu leergefegt. Es sah ein wenig aus wie eine Völkerwanderung, als die Verserder Richtung Holzrichter marschierten.

Die Erwartungen waren groß, schließlich waren drei Versuche bislang gescheitert. „Meine Vorgänger haben es mit der Telekom versucht, die aber ablehnte, und mit LTE, was zu wenig Interesse fand. Aber aller guten Dinge sind ja bekanntlich drei“, freute sich Bürgermeisterin Birgit Tupat über den Erfolg mit Unitymedia. 

Tiefbauer will kostenlosen Graben ziehen

Frank Schubert, Unitymedia stellte die Pläne vor.

Möglich wird die Kooperation nur durch den Veserder Tiefbauer Peter Homann. Denn er hat sich bereit erklärt, den Graben für die Leitungen kostenlos von Wiblingwerde bis Veserde zu ziehen. Nur so wird das Projekt für Unitymedia überhaupt rentabel. 

Bisher sind Dinge wie Videos streamen und Bilddateien verschicken in Veserde nahezu unmöglich. „Wenn die Bedingungen stimmen, werden wir im Juni mit den Arbeiten beginnen“, erklärte Frank Schubert, Netzausbaubeauftragter von Unitymedia. Der Experte garantierte Downloadgeschwindigkeiten mit bis zu 400 Mbit – und das entfernungsunabhängig. „In zwei bis drei Jahren möchten wir sogar in den Gigabit-Bereich“, sagte Schubert. 

Das Netz von Unitymedia sei komplett autark und habe sich in der Gemeinde bereits bewährt. 2100 Haushalte nutzten es bereits, das seien immerhin knapp 70 Prozent. Jetzt sollen noch 72 bis 120 Haushalte in Verserde hinzukommen – allerdings nur in Veserde. Eine Abzweigung nach Wörden, in die Totenhelle, Vogelhenne oder Deierte steht erst einmal nicht in Aussicht. Hinterveserde hingegen könnte Glück haben. 

Thomas Aromeit und Dominik Weswadba, Stadtwerke Iserlohn.

„Da geht es nur, wenn wir es nicht alleine machen, also wenn auch hier entweder einer den Bau übernimmt, oder vielleicht die Stadtwerke mit einer Gasleitung mitgehen. Geplant ist es aber ersteinmal“, betonte der Experte. Innerhalb von Verserde sorgt Unitymedia für den Ausbau. Techniker übernehmen zudem die Installation innerhalb des Hauses. Die Investitionssumme des Unternehmens liegt bei rund 220.000 Euro. 

Wer das neue Angebot nutzen möchte, muss einmalig 548 Euro Baukostenzuschuss pro Objekt bezahlen. Bei Wohnhäusern mit mehreren Parteien muss dieser Zuschuss also auch nur einmalig entrichtet werden. Der Anbieterwechsel wird den Veserdern ebenfalls vereinfacht. „Für die Restlaufzeit ihres bestehenden Vertrags fällt bei uns für bis zu 12 Monate keine Grundgebühr an“, erklärte Schubert. Er betonte zudem, dass das Fernsehen nicht betroffen sei. „Natürlich ist das möglich, aber absolut kein Muss.“ Zudem können die Veserder ihre alten Nummern behalten. 

Wichtig sei auch zu erwähnen, dass die Anschlüsse natürlich nachgerüstet werden können, allerdings sei der Baukostenzuschuss dann vermutlich deutlich höher. Wer sich genauer über die Verträge und den Ausbau informieren möchte, kann telefonisch einen Termin mit den beiden Kundenberatern Holger Rudeck (Tel. 0157-83606047) oder Gerhard Taupe (Tel. 0151-12131114) vereinbaren.

Mit dabei waren auch Mitarbeiter der Stadtwerke Iserlohn. Durch Gespräche mit Bürgermeisterin Birgit Tupat wurde angeregt, auch eine Erdgasleitung nach Veserde zu legen. „Das geht für uns aber auch nur, wenn genug Veserder mitmachen“, sagte Dominik Weswadba, Vertriebschef der Stadtwerke Iserlohn. 30 Anschlüsse seien daher erforderlich. Allerdings hätten die Veserder noch ein wenig Zeit, sich Gedanken zu machen, denn ganz ausgearbeitet ist der Plan noch nicht. „Wir haben uns am 5. Januar erstmalig getroffen. Entschuldigen Sie bitte, dass wir noch nichts zu Preisen oder ähnlichem sagen können“, entschuldigte Weswadba. Sicher ist allerdings, dass die Gasanschlüsse teurer werden als die fürs Internet. Eine Gasleitung sei eben baulich etwas schwieriger als ein Kabel. Anders als beim Internet wäre hier auch eine Lösung für Wörden vorstellbar. 

Während Unitymedia bereits Verträge sammelt, geht es für Stadtwerke ersteinmal nur darum, das Interesse abzufragen. Bereits am Abend bekundeten allerdings bereits viele Veserder ihr Interesse. Wer sich einen Gasanschluss vorstellen könnte, kann sich bei den Stadtwerken oder bei der Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde, Tel. 02352/93830 melden. Genauere Informationen zum Thema Gas sollen in den kommenden Wochen folgen.

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